Im Rahmen ihrer Nominierung für den International Human Rights Film Award von Cinema for Peace hält sich die prominente afghanische Abgeordnete Malalai Joya in Deutschland
auf, um auf ihren Kampf für Frieden, Demokratie und die Rechte der Frauen in ihrem Heimatland aufmerksam zu machen. Durch die undemokratische Suspendierung von ihrem Mandat durch das afghanische Parlament im Mai 2007 haben sich die Bedingungen für ihre Arbeit zusätzlich erschwert.
Die 29jährige Joya überlebte vier Mordanschläge, bewegt sich in der Öffentlichkeit stets unter der Burka versteckt und wird in täglich wechselnden Unterkünften untergebracht.
Ihr mutiger Einsatz für die Bevölkerung und gegen die Macht der Warlords hat ihr in der Heimat und international großen Respekt und viel Solidarität eingebracht. Immer wieder weist sie darauf hin, dass sich die soziale Situation der Frauen in Afghanistan durch die internationale Intervention nicht verbessert hat: 700 Kinder und 50 bis 70 Frauen sterben täglich auf Grund mangelnder Gesundheitsversorgung. Die Lebenserwartung liegt unter 45 Jahren.
Der Dokumentarfilm Enemies of Happiness (DK, 2005) belegt das Engagement von Malalai Joya eindrucksvoll. Die dänischen Filmemacherinnen Eva Mulvad und Anja Al Erhayems zeigen Malalai Joya bei ihrer Arbeit als Abgeordnete und als engagierte Fürsprecherin der Frauen. Im Mittelpunkt steht Malalai Joyas Alltag in den Wochen vor den afghanischen Parlamentswahlen im Jahr 2005. Seit ihrer berühmten Rede in der Loya Jirga, wo sie sich mutig gegen Kriegsverbrecher im Parlament aussprach, erfährt die junge Frauenrechtlerin starke Unterstützung von der ländlichen Bevölkerung in ihrer Heimatprovinz Farah. Dort unterhält Joya Projekte im Bildungs- und Gesundheitsbereich, für die sie auf ihren Auslandsreisen Spenden akquiriert.
Anschließend an die Filmvorführung bietet sich die Gelegenheit für eine ausführliche Diskussion mit Malalai Joya.
Die Termine:
13. Februar 2008, 19 Uhr
Lichtmess Kino,
Gaußstr. 25, Hamburg
Filmvorführung und Diskussion mit Malalai Joya u. Zaman Masoudi
(Bürgerschaftskandidatin Die Linke) ,
Prof. Dr. Norman Paech, MdB
15. Februar 2008, 19.30 Uhr
Studiokino im Babylon-Mitte,
Rosa-Luxemburg-Str.30, Berlin
Filmvorführung und Diskussion mit Malalai Joya, Heike Hänsel, MdB und
Eva Mulvad, Regisseurin
16. Februar 2008, 19 Uhr
Kino Arsenal,
Am Stadtgraben 33, Tübingen
Filmvorführung und Diskussion mit Malalai Joya und Heike Hänsel, MdB
17. Februar 2008, 19.30 Uhr
Café Velo, Stadtbahnbrücke,
Wentzingerstraße 15, Freiburg
Filmvorführung und Diskussion mit Malalai Joya und Heike Hänsel, MdB
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Bedenke, daß die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.