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WAS IST MIT MEINEM KABUL JAN?

Afghan Forum Forum Index -> Die Ereignisse in Afghanistan

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Joined: 02 Apr 2004
Posts: 0
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Post 15.03.2006 00:28:29 
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ersguterafghane...
Bronzemitgliedschaft


Joined: 19 Jun 2007
Posts: 924
WAS IST MIT MEINEM KABUL JAN?

SALAMALEIKUM

das folgende video zerreißt euer herz. es bringt euch zum weinen. es ist wie ein box in eure nasen. es ist einfach afghanistan. die realität: ein problem nach dem anderen. ein teufelskreis jagt das andere. guckt es euch einfach an und wenn ihr in der lage etwas zu posten meinetwegen auch lösungen dann tippt.


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SIE SAGEN MIR BEWEISE DASS ES GOTT GIBT, ICH SAGE BEWEISE DASS ES IHN NICHT GIBT!

Post 01.11.2007 00:09:29 
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jadugarak
Silbermitgliedschaft


Joined: 14 Mar 2007
Posts: 165

das viedeo geht nicht.

Post 01.11.2007 01:48:38 
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Deutsch68
VIP


Joined: 27 Apr 2004
Posts: 3688
Location: Hamburg

Salam @ all,

die Reportage ist wirklich erschütternd. Am Beispiel zweier Brüder (23 und 21 Jahre alt, die sich für ihre Abhängigkeit auch sehr schämten, auch wenn sie die Hauptverantwortung dafür anderen zuschoben) wird dargestellt, wie leicht man in die Heroinabhängigkeit geraten kann und wie dünn die Möglichkeiten gerade in Afg. sind, wieder herauszukommen.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann wurde dort eine Klinik gefilmt, die sich auf die Behandlung von Abhängigen spezialisiert hatte. In Anbetracht der fehlenden Mittel schaut das Hilfsprogramm dann so aus:

 Aufklärung über die Gefahren des Drogenkonsums mit dem Ziel, bei den Abhängigen wenigstens einen Einfluss auf das Gebrauchsverhalten nehmen zu können - also wenn unbedingt Drogenkonsum, dann rauchen, schniefen, essen - aber um Himmels willen nicht spritzen ! Ein Drogenschuss kostet 50 Cent - das ist m.E. ja nun auch ein verlockend geringer Preis, um ein paar Stunden der Hoffnungslosigkeit des Alltgas entkommen zu können.

Der in der Klinik behandelnde Psychiater versuchte die rasant steigende Zahl von Drogenkonsumenten mit der nun vorhandenen Freiheit zu erklären, die es früher in der Form nicht gab.

Als Psychiater, der in ganz Afg. nur 49 praktizierende Kollegen hat, verdient er pro Monat 40 Dollar - genausoviel wie eine Krankenschwester. Der Leiter der Klinik träumt davon, eine Tages medizinische Behandlungsfachrichtungen anzubieten, für die er sich ursprünglich hat ausbilden lassen; gleichzeitig ist er frustriert, weil er wohl ahnt, dass daraus so schnell nichts werden wird.

Entzugswillige haben in der Klinik die Möglichkeit, sich entgiften zu lassen - unter Medikamentengabe zur Linderung der schlimmsten Entzugserscheinungen. Neben einer Art gruppentherapeurtischem Gespräch mit einem Sozialarbeiter hält auch ein Mullah eine Ansprache an die Entzugswilligen. Er mahnte sie, den Drogen zu entsagen, sonst - naja, könnt Ihr Euch denken ( = nicht nur auf Erden ein höllisches Dasein, sondern erst recht im Jenseits ).  

Von ihren Familien werden Drogenabhängige gemieden wie die Pest, weil sie als Schande und Unheilsbringer gelten. Außerdem ist Drogensucht ein Tabuthema, weil nach dem Islam die Drogeneinnahme verboten ist.

Das macht es Hilfsprogrammen ja nun nicht gerade leichter in der Realisierung. Ein Regierungsmitarbeiter vermutete, dass sich das Problem verringern wird, wenn die Wirtschaft wächst, darum mehr Wohlstand ins Land kommt und es den Menschen dann so gut geht, dass sie keine Drogen mehr brauchen.

Der Großteil der Drogenabhängigen rekrutiert sich dem Bericht zufolge aus den 3,5 Millionen Flüchtlingen, die aus Pakistan und dem Iran zurück nach Afg. gekommen sind. Derzeit geht man von 1 Million Drogenkonsumenten in Afghanistan aus.

Ich hoffe sehr, dass ich diese Zahl missverstanden habe - denn was soll aus so einer Gesellschaft werden, wenn von Regierungsseite auf blühende Wirtschfatsepoche zur Lösung des Problems gehofft und das Thema in der Bevölkerung tabuisiert wird ???

Ich weiss nicht so richtig wohin mit meinem Mitgefühl. Wollen wir die AM-Spende vielleicht mal diesem Thema zugute kommen lassen ?

Khoda hafez

Deutsch68

Post 02.11.2007 09:51:25 
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zamir
Aktives Mitglied


Joined: 27 Nov 2002
Posts: 29
Location: Germany

Am meisten tut es weh, weil es das eigene Land ist, dort wo unsere Vorfahren herkommen, dort wo viele Junge Soldaten sich für das Land geopfert haben, weil es ihr Vater Land war. Und wir können nichts tun - wir sehen zu, wie unsere Land in kurzer Zeit so enorm zerstört wird. Wo Drogen im Spiel ist - ist AIDS nicht weit entfernt, es gibt schon viele AIDS kranke in Kabul, wenn die Zwei auf einander prallen, dann sind wir die ersten inden Islamischen Welt mit so ein Problem.
Hier wurde vorgeschlagen das wir spenden sollen, ihr könnt spenden, aber eure Spenden werden sogut wie nie ankommen. Womit sollen sich das unser "Wasira" ihren geländewagen und Villa finanziern - das größte Problem im Afghanistan ist, dass es soviele egoisten gibt, ganz besonders inder Politik.
Jeder soll einmal am Tag für sein Land beten, egal was wir tun irgend wann muss man seine Rechnung dafür zahlen. Ich hoffe für die Leute die Afghanistan inden ruin getrieben haben, das Sie die nächsten sind.


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Bezahlen, wenn man Geld hat, das ist keine Kunst: Aber bezahlen, wenn man keines hat, das ist eine Kunst.

Post 09.01.2008 00:46:09 
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Deutsch68
VIP


Joined: 27 Apr 2004
Posts: 3688
Location: Hamburg

--- quoted from "zamir" -

- das größte Problem im Afghanistan ist, dass es soviele egoisten gibt, ganz besonders inder Politik.
-----------

Salam Zamirjan,

ich denke, dass sich in der Politik der Spiegel der Gesellschaft wiederfindet. Vielleicht ist der permanente Kriegszustand eine Ursache dafür, dass die Bevölkerung Afghanistans erfahren hat, dass Egoismus am besten das eigene Überleben sichert ?!

Ich war zwar nur einmal und auch nur kurz in Afghanistan und auch nur in Kabul und naher Umgebung. Mir schien es so, als ob es zwar eine große Sehnsucht nach einem normalen und fröhlichen/unbeschwerten Leben gibt; aber dennoch habe ich vor allem tiefe Depression und Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen gespürt. Das jahrzehntelange Kriegstrauma scheint mir sehr, sehr tiefe Spuren hinterlassen zu haben.

Drogensucht ist doch oft eine Art Flucht - vor einer konkreten Situation und/oder vor eigenen Gefühlen. Wenn dann der entsprechende Stoff auch noch so leicht und billig verfügbar ist, wundert mich die Ausbreitung des Drogenmissbrauchs in Afghanistan nicht; gleichwohl ist es wirklich traurig, sich diese Entwicklung bewusst zu machen, dass viele Menschen ihre Hoffnung und psychische Kraft verloren haben und zu Drogen greifen.

Khoda hafez

Deutsch68

Post 10.01.2008 13:43:05 
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