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Migranten aus Afghanistan
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Joined: 02 Apr 2004
Posts: 0
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Post 15.03.2006 00:28:29 
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Helena
Premium Mitgliedschaft


Joined: 28 Apr 2004
Posts: 2194
Location: hölle

Salam allerseits,

interessante Theorien,leider habe ich einige überflogen,aufgrund Wederholungen etc.und trotzdem sollte man weder den afghanischen Großeltern oder Eltern die Schuld  geben,warum die Nchkommen bzw die Exilafghanen  den Islam nicht sinngemäß praktizieren.
Es geht nicht von Heute auf Morgen den Islam zu begreifen,verstehen und anschließend ausüben.
Der Muslime ist sein ganzes Leben lang damit beschäftigt,Allah zu dienen.
Ich spreche auch aus Erfahrungen ,habe mitbekommen,warum Exilafghanen so unterschiedlich sind,was die Praxis ihrer Relgion betrifft.
Doch bei vielen ist einfach die Faulheit Schuld daran warum ise sich nicht intesiver mit dem Islam  beschäftigen-Wir leben hier ganz anders als in Afghanstan,auc wenn wir die Möglichkeit haben,sind wir sozusagen von der Gesellschaft nicht gezwungen  Hijab zu tragen,jeden Freitag in die Moschee zu gehen,die Feiertage live miterleben etc.leider erlauben es der der Alltag im Westen,die Umgebung,die Mitmenschen,und 10 andere Faktoren nicht,oder machen uns Muslimen nicht einfacher)unsere Religion "gemeinsam" un in Frieden auszuüben und besser kennenzulernen.ohne sich von Islamhassern oder Mullahs oder SOlche beinflussen zu lassen.


Entweder man liebt den Islam oder nicht,so ein Mittelding,wie viele Aghanen sie ausüben,ist sozusagen eine Selbstverarschung.
So komisch es áuch klingen mag,aber es ist tatsächlich die Faulheit,weil es wirklich Zeit,Mut,Geduld und Ausdauer kostet.
Ja das stimmt,es reicht numal nicht denHijab zu tragen,oder 5 mal am Tag zu beten und im Herzen "rein" zu sein-ein Muslim zu sein.Man muss es begreifen können,warum man das macht und was diese Gebete bedeuten,warum dienen wir Allah ,worauf hoffen wir?Man muss aucauf Allah vertrauen können,ohne den Einfluss der Großeltern,Eltern,Freunde,Umgebung.Denn hier fängt das alles an:ein Leben nach Streben um Allah Wohlwollen zu erlangen.
Meiner Meinung nach reicht es nicht einmal ein ganzes Leben lang den Islam außerordentlich zu verstehen,ob Bildung ,Wissen, was auch immer.,alles ist vergänlich,man muss aus tiefstem Herzen überzeugt sein,man muss 100% dazu stehen und hoffen und Allah um Rechtleitung bitten.
Nur weil wir Afghanen sind,heisst es nicht,dass wir sozusagen "verpflichtet" sind,Muslime zu sein.Dazu schreibe ich nur noch :
Je stärker Dein Vertrauen in Allah, desto stärker Dein Glaube
Man darf sich nur nicht beeinfussen lassen,vielleicht spielt der Einfluss (Teufelswerk) auch eine Rolle ;-)

Khoda hafezs


 


_________________
,,Ertragt die Clowns!" (voltaire)

Post 15.11.2008 01:18:36 
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Taregh
Silbermitgliedschaft


Joined: 09 Aug 2004
Posts: 446
Location: Walachai

salam

ich hab doch gesagt, vor jahren, daß man die sexualität "nicht" unterschätzen sollte...

kh

Post 15.11.2008 02:55:25 
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lightyfighty
Aktives Mitglied


Joined: 13 Nov 2008
Posts: 40

Erst mal vielen Dank für die Antworten.

Die Meinungen scheinen ja recht gespalten zu sein, hier in diesem Forum.

Ich denke mit den afghanischen Muslimen im Westen verhält es sich genauso, wie mit allen anderen Muslimen im Westen. 

Das Praktizieren des Islam in einer Umgebung, wo es nicht als selbstverständlich erachtet wird, stellt eben eine große Herausforderung dar.

Genau in dem Augenblick, in dem der Glaube geprüft wird, zeigt sich, wie tief verankert, die Angst  und Liebe zu Allah ist.

Ist man bereit, der großen Masse zu folgen und über die göttlichen Gesetze hinweg zu sehen, oder stellt man sich dem Kampf und verteidigt seine Prinizipien und Überzeugung da, wo niemand einem beisteht außer Allah?

Ein Muslim, der sich mit dem Islam beschäftigt und ihn verstanden hat, wird wissen, dass der letzte Richter, vor dem er stehen wird, Sein Schöpfer sein wird und deshalb ist er niemandem sonst Rechenschaft schuldig, außer Allah.

Dass der Islam eher von ungebildeten Leuten praktiziert wird ist nicht ganz richtig.

Der Islam ist die einzige Religion, die mit dem Verstand erfasst werden kann und auch muss.  

Im Qur'an erwähnt Allah an mehrern Stellen, dass der Glaube an Ihn in Verbindung mit Denken und Wissen erreicht wird, durch Beobachten und Erforschen der Schöpfung:

"Wahrlich, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und dem Wechsel von Nacht und Tag sind Zeichen für die Denkenden." (Imran, Vers 190)

"Schauen sie denn nicht zu den Kamelen, wie sie erschaffen wurden, und zu dem Himmel, wie er emporgehoben ist, und zu den Bergen, wie sie aufgerichtet sind, und zu der Erde, wie sie hingebreitet ist?" (Gasiya, Vers 17-20)

"Darum soll der Mensch betrachten, woraus er erschaffen wurde. Erschaffen wurde er aus einer sich kräftigen hervorschießenden Flüssigkeit, und kommt zwischen den Lenden und den Rippen hervor." (Tariq, Vers 5-7)

"Wahrlich in der Schöpfung der Himmel und der Erde, und dem Wechsel von Nacht und Tag, und den Schiffen, die auf dem Meer fahren mit dem, was den Menschen nützt, und in dem, was Allah vom Himmel an Wasser herniedersandte und damit die Erde nach ihrem Tod belebte, und alle Arten von Tieren sich ausbreiten ließ; Und im Wechsel der Winde und den dienstbaren Wolken zwischen Himmel und Erde sind Zeichen für die Denkenden." (Baqara, Ver 164) 

"Und zu Seinen Zeichen gehört die Schöpfung der Himmel und der Erde und der Unterschied eurer Sprachen und Farben." (Rum, Vers 22)

Wer sich mit dem Islam beschäftigt, wird sehr schnell feststellen müssen, wie einzigartig und unvergleichlich die Gesetzgebung ist ( man betrachte nur einmal die Gesetzgebung zum Erbrecht und die Regelung vom Zahlen der Armensteuern, bis hin zur Verstaatlichung der Bodenschätze, Rohstoffe, Wasserversorgung) und dass Glaube und Denken in ihrem Fundament unzertrennlich sind.

Die Behauptung, der Islam werde eher von Menschen ohne Bildung praktiziert ist und war schon immer längst überholt.

Denn gerade Menschen mit wenig Bildung praktizieren den Islam nicht immer in seiner Reinheit sondern vermengen ihn mit Aberglaube und Traditionen, die ihren Ursprung ganz wo anders haben, nicht aber im Islam. 

So steht im Qur'an:

"Wahrlich, nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah. Wahrlich, Allah ist Erhaben, Allverzeihend." (Faitr, Vers 28)

Viele Grüße

 

Post 16.11.2008 15:29:12 
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Deutsch68
VIP


Joined: 27 Apr 2004
Posts: 4054
Location: Hamburg

--- quoted from "lightyfighty" -

Wer sich mit dem Islam beschäftigt, wird sehr schnell feststellen müssen, wie einzigartig und unvergleichlich die Gesetzgebung ist ( man betrachte nur einmal die Gesetzgebung zum Erbrecht und die Regelung vom Zahlen der Armensteuern, bis hin zur Verstaatlichung der Bodenschätze, Rohstoffe, Wasserversorgung) und dass Glaube und Denken in ihrem Fundament unzertrennlich sind.


-----------

Oh ja,

jemanden für seine sexuelle Neigung auspeitschen und ggf. hinrichten zu lassen ist wirklich einzigartig.

Überhaupt die barbarische Affinität der Sharia zu brutalen Körperstrafen ( auspeitschen, Gliedmaßen abhacken, Steinigen ) und als gläubiger Muslim auf diese erschreckende Zeitlosigkeit in der Anwendung auch noch stolz zu sein, weil es ja Islam ist, ist auch einzigartig.

Dass Ehen mit minderjährigen Mädchen geschlossen werden können und ihr geschocktes Schweigen als Zustimmung gilt, ist auch einzigartig.

Dass Männer laut (angeblich göttlichem) Koran über den Frauen stehen, obwohl beide gleichermaßen Menschen sind, ist auch einzigartig.

Dass eine Ehefrau im Islam auf zwei Funktionen reduziert werden kann (= Gebärmaschine und Sexspielzeug ) und sich dagegen nicht wehren darf, ist auch einzigartig.

Da man den Islam ja - wie oft auch hier postuliert - entweder ganz oder gar nicht leben kann, kann ich gut verstehen, wenn einen das Einschalten des gesunden Menschenverstandes eher zum Verzicht auf's Ganze bringt, wenn u.a. Sharia-Recht untrennbar für alle Lebensbereiche dazugehören muss und man die hässlichen, d.h. Gewalt und Diskriminierung fordernde Surenabschnitte des Koran nicht einfach ausblenden darf. 

Das ist eben dir große Chance im Exil - alles mal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten und für sich bewerten zu können. Was ist daran vorzuwerfen ?

Post 16.11.2008 16:09:21 
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