Salam @ all,
im deutschen Recht gibt es als ein Instrument den sog. Täter-Opfer-Ausgleich, der zum Ziel hat, dass zwischen Täter und Opfer ein persönlicher Bezug hergestellt wird, um beim Täter ein Begreifen herzustellen, was er einem Menschen mit seiner Tat angetan hat und dem Opfer Gelegenheit zu geben, direkt vom Täter eine angemessene Wiedergutmachung verlangen zu können.
Kurz: Beide Seiten sollen sich aus ihren Rollen durch den Täter-Opfer-Ausgleich befreien können.
Ein Täter-Opfer-Ausgleich kann bei kleineren Delikten (z.B. Diebtsahl in geringem Umfang, Beleidigung, leichtere Form der Körperverletzung ) eine strafrechtliche Verurteilung ersetzen, sofern das geschädigte Opfer sich damit einverstanden erklärt.
Oder er wird begleitend bei größeren Delikten durchgeführt, was strafmildernd für den Beschuldigten wirkt, sofern das geschädigte Opfer zu einem Täter-Opfer-Ausgleich bereit ist.
Was haltet Ihr von diesem Instrument ? Könntet Ihr Euch als Opfer vorstellen, Euch auf so etwas einzulassen ? Wäret Ihr z.B. mit auf Euren Wunsch hin verhängten 30 Sozialstunden in einem Pflegeheim für den Täter befriedigt und könntet mit der Tat, durch ihn geschlagen worden zu sein, dann abschließen und ihm verzeihen ?
Könntet Ihr Euch als Täter vorstellen, dass es Euch eher als eine Geldstrafe helfen würde, künftig ähnliche Taten nicht mehr zu begehen ?