Fleischverzicht für das Klima
Kühe verbringen 95 Prozent des Tages mit Fressen und Wiederkäuen und vollziehen dabei mehr als 30 Tausend Kaubewegungen. Die Folge: Alle 40 Sekun¬den entweicht den Tieren bei der Verdauung produziertes Methan. Dieses Treibhausgas heizt die Erdatmosphäre zwanzigmal mehr auf als Kohlen¬dioxid. Und weil viele Menschen gern Burger essen und Milch trinken, gra¬sen. 1,4 Milliarden Rinder auf einem Drittel der eisfreien Erdoberfläche. Sie „produzieren" 18 Prozent vom Treibhauseffekt - mehr als der globale Verkehr.

Bewohner der Industrienationen es¬sen pro Tag durchschnittlich 224 Gramm Fleisch - zu viel, wie For¬scher der Universität Cambridge im Fachmagazin The Lancet schreiben. Dafür gebe es nicht nur gesundheitliche Gründe, auch die globale Erwärmung ließe sich durch einen geringeren Fleischkonsum bremsen. Wie John Powles und seine Kollegen argu¬mentieren, müssten dann weniger Nutztiere gehalten werden: Eine einzige Kuh lässt täg¬lich bis zu 500 Liter Methan ab. Das Treib¬hausgas ist für die Natur extrem schädlich. Wiederkäuer sind für mehr als ein Viertel des weltweiten Methan-Ausstoßes verant¬wortlich. Weniger Nachfrage nach Fleisch sei „die einzige wirkliche Alternative", betont Powles. Eine Verringerung des weltweiten Verzehrs von rotem Fleisch auf durch¬schnittlich 90 Gramm pro Tag könne ver¬hindern, dass das Methan in der Atmosphä¬re den Klimawandel weiter beschleunige.
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Er war Mathematiker und Sie war Unberechenbar.