Salam BaIujan,
also, wenn beide ihre individuelle Karriere über alles andere stellen, dann wird wohl mit großer Wahrscheinlichkeit der Wunsch nach gemeinsamen Kindern zurücktreten.
Meines Erachtens hat die Realisierung eines Kinderwunsches bei zwei gleichermaßen karriere- oder finanziell unabhängigskeitsorientierten Menschen viel mit der gegenseitigen Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme und gemeinsamer Perspektiventwicklung zu tun. Sobald einer den Eindruck bekommt, dabei benachteiligt zu werden, wird es nicht gut gehen.
Wer sagt eigentlich, dass ausschließlich die biologische Mutter oder der Vater automatisch auch die/der alleinige und bestgeeignete Kindererzieher/in für ihren/seinen Nachwuchs ist ? Warum sollen Kinder von Karrieremenschen, die eben wegen der Karriere früh wieder Vollzeit arbeiten wollen, nur aufgrund der Tatsache einer überwiegenden Fremdbetreuung des Kindes schlechter gedeihen ?
Fakt ist leider, dass man trotz Kindergeld sein verfügbares Einkommen eben auch mit Kindern teilen muss und nicht nur mit sich selbst und seinem Partner. Wer sehr materialistisch ausgerichtet ist, der wird sich wohl eher zum Verzicht auf kinder entscheiden. Kinder kosten nun einmal - Geld, körperliche Kraft und Nerven.
Wenn man an den Rückgaben der Kinder wie z.B. dem ersten bewussten Anlächeln, der Beobachtung der Entwicklungs- und Lernforschritte, albernen, unbekümmerten Späßen, selbst gemalten Bildern und gebastelten Werken, dem kindlichen Humor, schlagfertigen Sprüchen und vor allem ihrer bedingungslosen Liebe, einfach weil man ihr Elternteil ist, nicht genug Gegenwert erkennen kann, dann halte ich es persönlich auch für die richtige Entscheidung, dann lieber gleich auf Kinder zu verzichten.