Salam @ all,
nachdem man auch im hohen Norden nun endlich ein paar wärmere und sonnigere Tage auch am Wochenende abbekommen hat, kann man die alljährliche Grillsaison wohl als eingeläutet betrachten.
Diejenigen, die im Großraum Hamburg angesiedelt sind, sind die beliebten Treffpunkte auf öffentlichem Grund und Boden bestimmt bestens vertraut ( Öjendorfer Park, Allermöhe, Stadtpark etc.). Ich vermute, ähnliche Versammlungsorte gibt es auch in anderen Großstädten.
Als ich das erste Mal zum Grillen auf afghanische Art eingeladen war, habe ich gestaunt, wieviel "Gerümpel" außer den notwendigen Grill-Utensilien alle Familienmitglieder gemeinsam angeschleppt hatten. Auch die kalkulierte Fleischmenge hatte mich seinerzeit verblüfft ("mindestens 1 Kilo Lamm pro Person muss sein").
Insgesamt hatte ich den Eindruck, der halbe Hausrat wurde mit nach draußen befördert: Decken, Teppich, Kinderspielzeug, Plastikgeschirr, Pött und Pann für mindestens 15 Personen ausreichend bemessen, Gallonen gekochten Tees usw. Das sorgt alles schon für ein wohliges Zuhause- und Genießer-Gefühl.
Und alle paar Minuten wurden afghanisch aussehende Passanten kommentiert - bei den meisten stand man auf und begrüßte sie; um anschließend über deren Biographie zu lästern ( dick, alt, arbeitslos, kriminell, geschieden, Trinker etc. geworden ), nachdem man sie vorher mit schmeichelnden Worten zum Teilnehmen eingeladen hatte.
Also, ich liebe am Grillen an öffentlichen Plätzen das marinierte Fleisch und das dazu gehörige Sitzen im Freien bei schönem Wetter. Aber seit Jahren sehne ich mich nach einem Stück Kleingartenparzelle bzw. Eigenheim mit Garten, bei dem die Zahl der Zutrittsberechtigten von vornherein begrenzt ist.
Wie seht Ihr das ? Was gefällt, was missfällt Euch an der Grillsaison ? Wer von Euch steht eigentlich gern am Grill und sorgt eigenhändig für gut gegartes, anstatt verkokeltes "kebab" ?
Khoda hafez
Deutsch68