Ankara/Türkei, 13.04.2008/APD
Das türkische Amt für religiöse Angelegenheiten (Diyanet Isleri Baskanligi), das dem Büro des Ministerpräsidenten angegliedert ist, hat nach Angaben von Kathpress Übertritte vom Islam zu anderen Religionen offiziell für erlaubt erklärt. Neben der göttlichen Strafe sehe der Islam keine weltliche Strafe für den Abfall vom Glauben vor, heißt es in einer am 11. April in der Monatszeitschrift der Behörde „Diyanet” veröffentlichten „Fatwa”, einem islamischen Rechtsgutachten. Die „Fatwa” könnte die Lage der Christen im Land erheblich erleichtern.
„Der Prophet (Mohammed) hat niemandem seinen Glauben aufgezwungen; er hat gegen Andersgläubige nie Gewalt angewendet”, heißt es in dem Gutachten. Davon gebe es „keinerlei Ausnahmen, auch nicht für Konvertiten vom Islam”. Das Religionsamt tritt in der Türkei als oberster Glaubenshüter des Islam auf. Derzeitiger Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten ist der islamische Rechtsprofessor und Großmufti Dr. Ali Bardokoglu.
Quelle
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Es ist nicht das erste mal für so eine Fatwa, so z.B. auch ein Gelehrter aus Ägypten vor 2 Jahren. Das Prinzip der freien Religionswahl, ist im Koran fest verankert und gilt nicht nur für nicht-Muslime.