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"Unglaubliche politische Blödheit"
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Joined: 02 Apr 2004
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Post 15.03.2006 00:28:29 
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Suzy



Joined: 01 Mar 2008
Posts: 2

--- quoted from "Deutsch68" -

Salam Scullyjan,

ok, bezogen auf die fehlende biologische Blutsverwandtschaft ist natürlich eine Heirat zwischen Adoptivvater und seiner Adoptivtochter oder Adoptivmutter und ihrem Adoptivsohn möglich.

Nach hiesigem Rechtsverständnis heisst Adoption aber Annahme an Kindes statt, d.h. man betrachtet sein Adoptivkind genauso, als ob man es selbst geboren hätte. Wer kommt dabei schon auf die Idee, als Mutter den eigenen Sohn oder als Vater die eigene Tochter zu heiraten ?

Die Erläuterungen aus islam.de kenne ich auch - und jedesmal frage ich mich, wieso Adoptivkinder unrechtmäßige Erben sein sollen, wenn sie doch gerade durch die Adoption in den Stand eines gleichberechtigten Geschwisterkindes erhoben worden und damit rechtmäßig erbbrechtigt sind ?! 

Anders gesagt: Diese Erklärung, weshalb Adoption im Islam verboten ist, finde ich an den Haaren herbeigezogen !

Auch der Punkt mit der Familienordnung: Der Status eines Adoptivkindes ist doch zweifelsfrei definiert. Was soll daran unordentlich sein ? Kind ist Kind und Eltern sind Eltern. Wo soll daraus ein Durcheinander entstehen ? Eher ist m.E. doch eine Gefahr hinsichtlich geschwisterlicher Eifersucht gegeben, die aber auch unter ausschließlich leiblichen Kidnern existiert.

Das einzige, was ich als islamische Begründung halbwegs nachvollziehen kann, ist die Sache des Keuschheitsaspektes; weil zum Adoptivkind eben keine Blutsverbindung besteht und man sich als anderes Geschlecht eben nicht vor fremden Blut zeigen soll. Andereseits - kann man bei einem Adoptivkind, das jahrelang mit nichtverwandten Angehörigen gemeinsam in engster Vertrautheit und klar definiertem Beziehungsstatus aufwächst, bei dessen Betrachtungsweise tatsächlich alles auf die fehlende Blutsverwandtschaft reduzieren ? Ist einem liebevollen Adoptivelternherzen so etwas wirklich möglich ? Würde ich als sexistisch empfinden.

Khoda hafez

Deutsch68


-----------

 Ich bin neu hier - Salam an ALLE.

 @Deutsch68: die Praxis der Adoption im Westen zeigt uns jedoch, dass sehr wohl sogenannte Adopivkinder, spätere Partner in einer "Liebes"-beziehung werden; mir fällt spontan Woddy Allen ein. Abgesehen von W.A. habe ich im Laufe meines Lebens hier in Deutschland mehrmals in meinem Bekanntenkreis ähnliche Fälle erlebt.

Für einen Muslim ist Fakt, dass Allah swt im Quran Eindeutigis über die Adoption vorgibt:

"Allah hat keinem Manne zwei Herzen in seinem Inneren gegeben, noch hat Er jene unter euren Frauen, von denen ihr euch scheidet mit der Formel, sie seien euch verwehrt wie der Rücken eurer Mütter, zu euren (wirklichen) Müttern gemacht, noch hat Er eure adoptierten Söhne zu euren (wirklichen) Söhnen gemacht. Das ist (nur) Gerede aus euren Mündern; Allah aber spricht die Wahrheit, und Er zeigt (euch) den Weg." [33:4]

"Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern. Das ist gerechter vor Allah. Wenn ihr jedoch ihre Väter nicht kennt, so sind sie eure Brüder im Glauben und eure Schützlinge. Und wenn ihr versehentlich darin gefehlt habt, so ist das keine Sünde von euch, sondern (Sünde ist) nur das, was eure Herzen vorsätzlich tun. Und Allah ist wahrlich Allverzeihend, Barmherzig." [33:5]

Über den Grund für dieses Verbot kann nun spekuliert werden. Was für einen Muslim bei so einer klaren Vorgabe aber irrelevant sein muss, da er ja weiss: Manches im Leben bleibt im Verborgenen!

Post 01.03.2008 19:28:07 
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Deutsch68
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Joined: 27 Apr 2004
Posts: 3470
Location: Hamburg

Salam Suzyjan,

willkommen bei AM ;-).

Aus meinem post weisst du dann, wie ich über das Verhalten von Woody Allen denke ;-). Ich bezweifel allerdings, dass er mit der gleichen Hingabe wie Mia Farrow Adoptivelternteil sein wollte.

In Deinem Bekanntenkreis scheint eine recht ungewöhnliche Häufung von Adoptivfamilien zu existieren, sehr interessant.

Khoda hafez

Deutsch68 

Post 02.03.2008 13:52:50 
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Suzy



Joined: 01 Mar 2008
Posts: 2

--- quoted from "Deutsch68" -
... In Deinem Bekanntenkreis scheint eine recht ungewöhnliche Häufung von Adoptivfamilien zu existieren, sehr interessant.

Khoda hafez

Deutsch68 

-


Salam Deutsch68,

vielen Dank fürs willkommen heissen :)

Was meinen Bekanntenkreis angeht: es ist doch gar nicht so ungewöhnlich, dass auch mehrere Adoptivkinder vertreten sind. Es gibt doch bundesweit immer mehr alleinerziehende Mütter - entweder geschiedene oder vom Kindsvater getrennte Frauen. Solche Frauen finden neue Partner und teilweise adoptieren diese dann das Kind / die Kinder aus früheren Beziehungen.

Meines Erachtens nach ist nicht jedes Kind ohne Eltern / Elternteil froh darüber einen neuen Namen zu erhalten. Kleines Beispiel: 8 oder 12 Jähriges Kind verliert seine Eltern und wird adoptiert. Nun soll es zu zwei vorerst fremden Menschen Eltern sagen und seinen Nachnamen ablegen. Es soll somit einen beachtlichen Teil seiner Identität aufgeben! Und nachdem dieses Kind die ersten Jahre seines Lebens mit den leiblichen Eltern verbracht hat, jeden Bezug zu ihnen auslöschen. Ich finde das weder gerecht noch natürlich.

Aber wie bereits erwähnt sind das persönliche Ansichten von uns, die auch bei der einleuchtendste Logik unbedeutend für mich sind, sobald es dazu ein klares Gebot Gottes gibt. Dabei spielt es auch keine Rolle, wenn meine menschliche Logik beim Verstehen eines Gebotes nicht ganz mithalten kann. Trifft aber bei diesem Thema nicht wirklich zu, denn meine rein spekulativen Gedanken in Sachen Gründe, reichen mir aus dieses Gebot von Allah swt zu verstehen.

Ich beanspruche jedoch keine Gültigkeit meiner Gründe, da es sich ja nur um Spekulationen handelt.

Allah swt weiss es am besten.


Post 08.03.2008 21:22:19 
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Deutsch68
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Joined: 27 Apr 2004
Posts: 3470
Location: Hamburg

--- quoted from "Suzy" -

--- quoted from "Deutsch68" -
... In Deinem Bekanntenkreis scheint eine recht ungewöhnliche Häufung von Adoptivfamilien zu existieren, sehr interessant.

Khoda hafez

Deutsch68

-


Salam Deutsch68,

vielen Dank fürs willkommen heissen :)

Was meinen Bekanntenkreis angeht: es ist doch gar nicht so ungewöhnlich, dass auch mehrere Adoptivkinder vertreten sind. Es gibt doch bundesweit immer mehr alleinerziehende Mütter - entweder geschiedene oder vom Kindsvater getrennte Frauen. Solche Frauen finden neue Partner und teilweise adoptieren diese dann das Kind / die Kinder aus früheren Beziehungen.

Salam Suzyjan,

tja, aber getrennte Partner bedeutet nicht automatisch auch toter leiblicher Elternteil, so dass eine Adoption von neuen Partner 1.) überhaupt rechtlich möglich und 2.) sinnvoll & gewünscht von allen Beteiligten ist.

Mit anderen Worten: Deine ach so zahlreichen Adoptionsfamilien in Deinem "Bekanntenkreis" entspringen wohl eher Deine Phantasie, genau wie Deine seltsame Argumentation, weshalb es sie gibt. 

Meines Erachtens nach ist nicht jedes Kind ohne Eltern / Elternteil froh darüber einen neuen Namen zu erhalten. Kleines Beispiel: 8 oder 12 Jähriges Kind verliert seine Eltern und wird adoptiert. Nun soll es zu zwei vorerst fremden Menschen Eltern sagen und seinen Nachnamen ablegen. Es soll somit einen beachtlichen Teil seiner Identität aufgeben! Und nachdem dieses Kind die ersten Jahre seines Lebens mit den leiblichen Eltern verbracht hat, jeden Bezug zu ihnen auslöschen. Ich finde das weder gerecht noch natürlich.

Achso, der Nachname ist für Dich ein "beachtlicher Teil" der eigenen Identität ? Familiennamen wie z.B. "Meier" sind für Dich einzigartig identitätsgebend ?

Und wie kommst Du auf die Idee, dass adoptionswillige Eltern von ihrem Adoptivkind, insbesondere wenn dieses schon älter ist, verlangen, seine leibliche Herkunft zu leugnen und zu ignorieren ? Du scheinst - wenn überhaupt - nur sehr egoistische Adoptiveltern zu kennen.

Ich habe bislang nur von Adoptiveltern erfahren, die ihre Adoptivkinder, wenn diese es denn wollen, darin unterstützen, ihre Identitätswurzeln zu kennen und zu bewahren. Und welcher Adoptivelternteil verlangt von einem 8 - 12jährigen Kind, dass es mit Wirksamkeit der Adoption Mama und Papa sagen soll, wenn das Kind seine leiblichen Eltern kennt und zu ihnen noch eine Bindung hat ?

Aber wie bereits erwähnt sind das persönliche Ansichten von uns, die auch bei der einleuchtendste Logik unbedeutend für mich sind, sobald es dazu ein klares Gebot Gottes gibt. Dabei spielt es auch keine Rolle, wenn meine menschliche Logik beim Verstehen eines Gebotes nicht ganz mithalten kann. Trifft aber bei diesem Thema nicht wirklich zu, denn meine rein spekulativen Gedanken in Sachen Gründe, reichen mir aus dieses Gebot von Allah swt zu verstehen.


Ich beanspruche jedoch keine Gültigkeit meiner Gründe, da es sich ja nur um Spekulationen handelt.

Allah swt weiss es am besten.

 Bringt einen Deine Religion dazu, Gehorsam über Verstehen und selber Nachdenken zu stellen ? Ich will es Dir in dem Fall auch nicht ausreden, sondern nur nachvollziehen, auf welchem Fundament Deine Argumentation steht.

Khoda hafez

Deutsch68 

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Post 08.03.2008 22:02:24 
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