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"Hexenjagd" auf Islamisten in deutschen Unis

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Post 15.03.2006 00:28:29 
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Mulder
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"Hexenjagd" auf Islamisten in deutschen Unis


Uni-Mitarbeiter sollen Islamisten aufspüren 

In einer E-Mail wird das Personal aufgefordert, Kollegen und Studenten zu melden, die sich dem „islamischen Fundamentalismus" zuwenden. Die E-Mail ist mit dem Verfassungsschutz abgestimmt, Bayerns Innenminister ist zufrieden. Trotzdem bedauert die Uni jetzt den Inhalt der Nachricht.

Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat ihre Mitarbeiter in einer E-Mail aufgefordert, islamistische Studenten und Kollegen unverzüglich zu melden. In dem Rundschreiben wurde wegen der Terror-Drohungen gegen Deutschland zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, wie aus der E-Mail hervorging.

Die Nachricht, die der Sicherheitsbeauftragte der Hochschule verfasste, wurde bereits am Montag an das Personal verschickt. Darin wurde dazu aufgerufen, auf Studenten, Mitarbeiter und Besucher zu achten, „die sich durch besondere Verhaltensweisen, wie zum Beispiel einen Bruch im Lebenswandel, Gewaltbereitschaft, radikal-verbale Äußerungen oder Beschäftigung mit einschlägiger Literatur auffällig in Richtung islamischer Fundamentalismus verändern“.

Die Hochschule bedauert jetzt, dass die Formulierungen missverständlich seien. „Es war ein Fehler, aber Fehler passieren“, sagte Rektor Bernd Huber auf einer Pressekonferenz. Huber betonte, dass die LMU eine liberale, weltoffene Hochschule sei, die über alle Studenten aus dem Ausland froh sei. „Die LMU ist strikt gegen eine Atmosphäre der Bespitzelung und Beschnüffelung eingestellt.“

Laut Huber geht es etwa nicht darum, ausgeliehene Bücher oder Veränderungen beim Alkoholkonsum zu überwachen. Allerdings dürfe man auch das Gefahrenpotenzial nicht kleinreden. Die E-Mail wurde seinen Angaben zufolge nach einem Gespräch mit dem Verfassungsschutz geschrieben.

Der bayerische Verfassungsschutz bestätigte die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und die Aufforderung an die Mitarbeiter. Diese Strategie gebe es bereits seit den Anschlägen vom 11. September 2001. „Das hat nichts mit Denunziantentum zu tun“, betonte Behördensprecher Michael Feiler. So habe sich im Fall der gescheiterten Kofferbomben-Anschläge im vergangenen Jahr gezeigt, dass einer der Verdächtigen mehrfach auffällig geworden sei.

Innenminister Günther Beckstein verteidigte das Vorgehen der Sicherheitsbehörden bei der Suche nach Extremisten an Hochschulen. „Es geht nicht darum, irgendjemanden unter Generalverdacht zu stellen“, erklärte der CSU-Politiker. Gerade an Universitäten sei aber erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.

Auch Beckstein empfahl, auf Veränderungen bei Studenten und Mitarbeitern zu achten, die auf islamistische Tendenzen hindeuteten. „Diese Aufmerksamkeit ist notwendig, um Radikalisierungstendenzen frühzeitig zu erkennen“, sagte der designierte Ministerpräsident. Er kritisierte auch Grünen-Bundeschefin Claudia Roth, die von einem „Klima der Hexenjagd“ gesprochen hatte. Nach Becksteins Ansicht wäre eine Strategie des „Kopf-in-den-Sand-Steckens“ verantwortungslos und fatal.Seit dem 11. September haben Hochschulen immer wieder die Aufmerksamkeit von Terror-Ermittlern auf sich gezogen. So studierte der Todespilot Mohammed Atta an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Einer der mutmaßlichen Kofferbomber von Köln wohnte in einem Kieler Studentenwohnheim.

Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP bei Universitäten ergab, sind jedoch Aufrufe wie die der LMU München die Ausnahme. So hält die Universität Köln wenig davon, den bloßen Verdacht islamistischer Umtriebe zu melden, wie Sprecher Patrick Honecker sagte. „Mit Hexenjagden sollte man immer vorsichtig sein.“ Eine Sprecherin der Universität in Kiel sagte, es sei eine Selbstverständlichkeit, dass man ein wachsames Auge auf islamistische Tendenzen habe. Eine offizielle Aufforderung sei überflüssig.

Quelle: http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=4137929

Gleicht diese Handlungsweise wirklich einer "Hexenjagd" oder ist sie angesichts der aktuellen und vergangenen Geschehnisse berechtigt und nachvollziehbar?

Post 15.03.2007 13:50:22 
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Scully
Forum-Admin


Joined: 17 Feb 2003
Posts: 2418
Location: Sonne

das ist kein Hexnjagd sondern pure Wiederholung von Nazi-methoden!


_________________
Eva hat den Apfel nur deshalb gegessen, weil sie endlich Kleider haben wollte. Douglas Jerrold, (1803 - 1857)

Post 15.03.2007 16:37:55 
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Azizianoff
Bronzemitgliedschaft


Joined: 23 Jul 2005
Posts: 314

--- quoted from "Scully" -

das ist kein Hexnjagd sondern pure Wiederholung von Nazi-methoden!


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Anscheinend hast Du keine Ahnung was sich während der Nazizeit tatsächlich in Deutschland abgespielt hat, sonst würdest Du nicht so leichtfertige Vergleiche anstellen und derartige Verleumdungen von Dir geben.

Post 16.03.2007 13:09:25 
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WaWa
Aktives Mitglied


Joined: 07 Jan 2009
Posts: 88

Ich sehe es nicht als eine hexenjagt udn schon gar nicht als eine nazimethode!

Es ist sogar eine gute idee, schlisslich ist es zu unserem eigenen schutz gedacht.


_________________
Mode sagt: "Ich auch." Eleganz sagt: "Ich allein." Geraldine Stutz

Post 22.01.2009 13:44:46 
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