Mit dem Projekt wird ein bislang dem Sport wenig zugetaner Personenkreis im islamisch geprägten
Afghanistan angesprochen: Die Räume wieder aufgebauter Schulen sollen in den schulfreien Zeiten für die Entwicklung von Sportangeboten für Mädchen und Frauen genutzt werden, die praktische Hilfen, Bewegungs- und Sportangebote (?Learn and Play?) enthalten. Es geht sowohl um die Ausbildung und Unterstützung von Fachkräften als auch um die Ausstattung mit Sportmitteln und Geräten.
Frauen und Mädchen erhalten die Möglichkeit, Gestaltungsspielräume wahrzunehmen, sie sich zu eröffnen und ihre Handlungskompetenzen zu erweitern. Dadurch soll der unstrittigen Benachteiligung von Frauen und Mädchen in der afghanischen Gesellschaft entgegen gewirkt werden, was sich langfristig auf eine Gleichstellung von Mann und Frau auswirken wird. Die Entwicklung von Sportangeboten kann so einen wichtigen Beitrag zur Herausbildung einer Zivilgesellschaft in Afghanistan leisten. Die Auftaktveranstaltung soll in Berlin oder Brüssel unter Beteiligung des BMI, des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, des afghanischen Botschafters und der AfghanistanHilfe Paderborn e.V. stattfinden.
Im Zentrum des Projektes steht die Ausbildung von Fußballtrainerinnen. Die Multiplikatorenausbildung ist ein wirksames Mittel, um mittelfristig möglichst viele Mädchen und Frauen zum Sporttreiben zu bewegen. Diese wird flankiert von Materialspenden, die regelmäßiges Sporttreiben überhaupt erst ermöglichen und einem Sportfest am Ende des Lehrganges. Beim Sportfest soll nicht nur Fußball, sondern auch Volley- und Basketball angeboten werden, um mit dem breiteren Sportartenangebot auch ?fußballferne? Mädchen und junge Frauen zum Mitmachen zu animieren.
Quelle: http://www.uno-jahrdessports.de/Die_Projekte.16.0.html?&tx_ttnews[cat]=3&cHash=7760546886