Einwanderer-Jagd als Freizeitspaß an US-Unis
Eigentlich müsste schon der gute Geschmack so etwas verbieten: An amerikanischen Universitäten veranstalten republikanische Studierende ein Spiel namens „Fang den illegalen Einwanderer". Die Variante des Versteckspiels klingt für viele Kritiker arg nach Rassismus, die Veranstalter weisen das von sich.

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Studierende der New York University, an der das umstrittene Spiel stattfand, demonstrieren für die Rechte von Einwanderern
Ein Namensschild, auf dem „illegal immigrant“ steht. Ein Preisgeld, mal 50 Dollar, mal 200. Ein Campus und eine Gruppe von Teilnehmern, meist Mitglieder der konservativen „College Republicans“. Mehr ist nicht nötig für eine Veranstaltung, die sich derzeit an vielen amerikanischen Hochschulen abspielt. Ein Spieler, durch ein Schild als illegaler Einwanderer gekennzeichnet, versteckt sich auf dem Unigelände, die anderen versuchen, ihn zu finden und so die Fangprämie zu erhalten.
Schon im vergangenen Herbst fand dieses Spiel in mehreren US-Bundesstaaten statt, derzeit gibt es eine Neuauflage an der New York University (NYU). Nach einem Bericht der International Herald Tribune ist es nicht das erste Mal, dass die „College Republicans“ geschmacklich fragwürdige Spielchen veranstalten. Die Studenten-Organisation, deren Mitglieder die Partei von US-Präsident George W. Bush unterstützen, geben ihre feindbilder gerne zum Angriff frei. So wurde bei einer Veranstaltung namens „Fun with Guns“ – Spaß mit Waffen –mit Softair-Pistolen oder Farbmunition auf Pappaufsteller demokratischer Politiker geschossen.
Die inszenierte Immigrantenjagd soll nach Angaben der Veranstalter das Bewusstsein für die Einwanderungsproblematik schärfen. „Wir wussten, dass so etwas die Leute auf die Straße bringt“, sagte David Laska, Sprecher der College Republicans an der NYU, der New York Times. Tatsächlich hatten zahlreiche Studenten gegen das Jagdspiel demonstriert. Sie truegn Transparente und Plakate mit Sprüchen wie "Wir sind alle Einwanderer" oder "Rassismus ist kein Spiel" und bezeichneten die Organisatoren als "Nazis im Training". Laska erwiderte, das Spiel sei zwar nicht politisch korrekt, aber auch nicht rassistisch.
Führende Demokraten appellierten an die republikanische Partei, die Aktionen zu unterbinden. „Wir finden diese Aktivitäten unerhört und widerwärtig und verurteilen sie von ganzen Herzen“, sagte Tracy Schmitt, Sprecherin des Nationalkomitees der Republikaner. Allerdings seien die College Republicans eine unabhängige Organisation: „Wir kontrollieren ihre Aktivitäten nicht“, bedauerte Schmitt.
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Batista