Dutzende Tote bei Kämpfen in Afghanistan

Bei Kämpfen im Süden Afghanistans sind mindestens 72 Menschen getötet worden. Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Jussif Staniksai, sagte, 40 Aufständische und 13 Polizisten seien bei einem Angriff auf einen Polizeiposten in der Provinz Helmand ums Leben gekommen.
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Unter den Opfern in der Provinz Kandahar sei auch eine kanadische Soldatin, sagte der Sprecher der kanadischen Truppen in Afghanistan, Quentin Innis. Außerdem seien dort 18 radikal-islamische Taliban-Rebellen getötet worden. Laut Innis dauern die Kämpfe in Kandahar an. 35 Taliban- Kämpfer seien gefangen genommen worden.

Nach Angaben von Staniksai begann das schwere Feuergefecht in Helmand am Mittwoch und dauerte bis Donnerstagmorgen. Zehn Rebellen seien gefangen genommen worden. Zwei Polizisten würden vermisst.

Selbstmordanschlag im Westen Afghanistans

Bei einem Selbstmordanschlag im Westen des Landes auf zwei Fahrzeuge mit Ausländern starb am Donnerstag mindestens ein Amerikaner, wie die US-Botschaft in Kabul mitteilte. Der Anschlag ereignete sich in der rund 630 Kilometer westlich von Kabul gelegenen Stadt Herat.

Ein weiterer Selbstmordattentäter verübte in der Stadt Ghasni einen Anschlag nahe dem Eingang zu einer Militärbasis. Dabei kam neben dem Attentäter ein Passant auf einem Motorrad ums Leben.

Kanada verlängert Militärmission

Das kanadische Unterhaus in Ottawa beschloss am Mittwoch mit knapper Mehrheit eine Verlängerung des Militäreinsatzes in Afghanistan um zwei Jahre bis Februar 2009. Die Entscheidung fiel mit 149 gegen 145 Stimmen. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag der konservativen Minderheitsregierung von Ministerpräsident Stephen Harper.

Kanada hat 2300 Soldaten in Kandahar stationiert. Das Mandat sollte ursprünglich im Februar 2007 auslaufen. Bei dem Einsatz kamen bislang 17 Soldaten ums Leben.




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