Legalisierung des afghanischen Drogenanbaus gefordert Institut: Opium unter Aufsicht für Pharmaindustrie produzieren 21.11.2005 London (AP) Durch eine Legalisierung des Opium-Anbaus in Afghanistan könnte das Rauschgiftproblem effektiver bekämpft werden als durch eine Vernichtung der Mohnfelder; zu diesem Ergebnis ist ein internationale Institut zur Drogenkontrolle, der Senlis Council, gekommen. Die Regierung müsste den Opiumanbau kontrollieren, heisst es in einer am Montag in London vorgestellten Studie. Das Opium solle dann zur Herstellung schmerzlindernder Mitteln, etwa Morphine oder Codeine, verwendet werden. Durch den Anbau von Mohn und die Herstellung von Heroin werden 60 Prozent des afghanischen Sozialproduktes erwirtschaftet, obwohl dies illegal ist, sagte der Direktor des Senlis Council, Emmanuel Reinert. Die Mehrheit der Mohnbauern sei von der Ernte abhängig. «Die Vernichtung der Felder beraubt diese Menschen ihrer Lebensgrundlage», sagte der Afghanistan-Experte des Institutes, Gulalai Momand. Das von dem Institut entwickelte System sieht vor, den Bauern den Anbau von Opium zu erlauben. In der Pharmaindustrie gebe es dafür eine grosse Nachfrage. Durch die legalen Einkünfte könnten die Landwirte ausreichend Geld erwirtschaften, um in Alternativen zu investieren. www.senliscouncil.net/ << | >> |
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