Nein zu Streubomben und Personenminen -

Nein zu Streubomben und Personenminen
05.10.2005 Mit seiner traditionellen Schuhpyramide startete "Handicap International Luxembourg" am Samstag auf der "Place d'Armes" in Luxemburg den diesjährigen Aktionstag "Nein zu Streubomben oder BASM".

Seit Anfang der 1990er-Jahre setzt "Handicap International" sich mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, erfolgreich gegen Landminen ein, das heißt von 194 Staaten haben 153 den diesbezüglichen Vertrag von Ottawa unterschrieben.

Neben den Landminen gibt es aber auch eine andere Art von Waffen, die schlimmste Verstümmelungen und Todesopfer unter der Zivilbevölkerung verursachen: Streubomben . Tausende solcher Bomben wurden während der rezenten Konflikte im Irak, Afghanistan und Kosovo von Streitkräften eingesetzt. Die explosiven Überreste von Streubomben fordern täglich neue Opfer unter der Zivilbevölkerung. Streubomben oder BASM verteilen viele kleine Sprengkörper über einen großen Raum. Beim Abwurf öffnet sich ein Container und verstreut die Submunition ziellos. Fünf bis 30 Prozent dieser Bomben explodieren jedoch nicht beim Aufschlag und bleiben explosionsbereit. Sie können zu jedem Moment Menschen töten oder schwer verstümmeln. Für die Opfer, egal ob aus der Zivilbevölkerung oder Militär, gibt es keinen Unterschied zwischen einer Streubombe oder einer Landmine . Beide stehen im Widerspruch zum internationalen humanitären Völkerrecht . Einziger Unterschied: Landminen sind verboten, Streubomben dagegen nicht.

Zahlreiche Nationen, auch Länder der EU - wie Frankreich, Deutschland, Großbritannien - benutzen, produzieren und exportieren diese Art von Waffen. Belgien hat sich als erstes europäisches Land offiziell gegen Streubomben eingesetzt und einen Gesetz zum Verbot der Produktion, des Verkaufs und des Einsatzes von Streubomben verabschiedet .

Zahlreiche Interessierte waren dem Aufruf gefolgt und drückten mit ihrer Teilnahme an der "Schuhpyramide" beziehungsweise an der "Foto-Petition" ihr Mitgefühl mit den Opfern aus. Durch ihre Präsenz sagten sie nein zu Streubomben, jenen Waffen, die auch in Nichtkriegszeiten Tausende von Opfern fordern .

In diesem Zusammenhang richten die Verantwortlichen, mit unter anderem Direktorin Marie-Paule Planchard einen Aufruf an die Politiker, den Einsatz gegen Streubomben auf parlamentarischem Wege fortzuführen.(Jds)





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