Struck gegen Verzahnung von Friedens- und Antiterror-Mission 13.09.2005 Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat unmittelbar vor dem Nato-Verteidigungsministertreffen seine Ablehnung einer Verzahnung des Nato-Friedenseinsatzes in Afghanistan mit dem Anti-Terror-Kampf der USA in dem Land bekräftigt. Die ISAF-Mission sei eine "Schutz- und Hilfsmission", die von der Bevölkerung akzeptiert werde, sagte Struck am Dienstag im RBB-Inforadio. Der Anti-Terror-Einsatz "Enduring Freedom" hingegen fordere den "Widerstand von bestimmten Gruppen" heraus. Er wolle die deutschen Soldaten nicht einer "zusätzlichen Gefährdung aussetzen, indem diese beiden Mandate verknüpft werden", sagte Struck weiter. Er wiederholte seine Einschätzung, dass in Afghanistan generell nicht ausgeschlossen werden könne, "dass hier schnell eine kritische Situation für das deutsche Kontingent entstehen kann". Struck stellte außerdem klar, dass Deutschland rund 6000 Mann für eine schnelle Eingreiftruppe von Nato und EU zur Verfügung stellen werde. Die Nato-Verteidigungsminister kommen heute in Berlin zu einem informellen Treffen zusammen. << | >> |
| Nachrichten, die unsere Mitglieder lesen |

