Kamele und Esel retten die Wahl 07.09.2005 Viele Regionen in Afghanistan sind per Auto oder Lastwagen nicht zu erreichen. Deswegen hat die Wahlbehörde Esel, Pferde und Kamele requiriert, um Wahlmaterial zu transportieren. Diese Wahl sei ein "logistischer Albtraum", sagte die Chefin der EU-Wahlbeobachtermission, Emma Bonino. Tage später als geplant kamen die Urnen für die Parlamentswahl in dem entlegenen Dorf an - der Esel, der sie im Auftrag der Wahlbehörde transportieren sollte, war krank geworden und musste sich erst auskurieren. Viele Regionen in Afghanistan sind per Auto oder Lastwagen nicht zu erreichen. Deswegen hat die Wahlbehörde JEMB Hunderte Esel, Pferde und erstmals auch Kamele requiriert, um Wahlmaterial dorthin zu transportieren. Die Wahl am 18. September und ihre Vorbereitung seien ein "logistischer Albtraum", von dem man sich im Westen nicht die geringsten Vorstellungen mache, sagte die Chefin der EU-Wahlbeobachtermission in Afghanistan, Emma Bonino. .. Eine gigantische Aufgabe ist es für JEMB, die Menschen überhaupt über die erste Parlamentswahl in Afghanistan seit 35 Jahren zu informieren. In einem isolierten Dorf im Norden des Landes erwarteten die Bewohner von den verblüfften Wahlhelfern, dass sie das Ergebnis der Präsidentenwahl vom Oktober vergangenen Jahres verkünden würden. Der Sieg Hamid Karsais war dorthin noch nicht vorgedrungen, von einer neuen Wahl wussten die Menschen erst recht nichts. In vielen Gegenden gibt es weder Radio- noch Fernsehempfang, geschweige denn Zeitungen: Rund 80 Prozent der Afghanen können weder lesen noch schreiben. Weiterlesen http://www.stern.de/politik/ausland/:Afghanistan--Kamele-Esel-Wahl/545544.html << | >> |
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