Neue Etappe beim Wiederaufbau -

Neue Etappe beim Wiederaufbau
15.07.2005 Die Menschen in Karmiristan sind verzweifelt. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet, es gibt kein Trinkwasser, auch kein Wasser für die Felder. Wie können sie aus dieser fatalen Lage herauskommen? Sollen sie zur Regierung gehen oder selbst die Initiative ergreifen? Irgendwie gibt es da doch ausländische Organisationen, die bei kleinen Projekten helfen - zum Beispiel bei dem Bau von Brunnen und Straßen. Aber wie bekommt man Kontakt zu ihnen? Wäre es nicht auch gut, wenn die Frauen im Dorf eine kleine Hühnerfarm betreiben könnten? Fragen über Fragen, die erst in der nächsten Folge beantwortet werden.

Denn das Land Karmiristan gibt es nicht. Und die verzweifelten Menschen, die hier sprechen, sind Schauspieler. "Lasst uns unser Dorf aufbauen" ist der Name einer Seifenoper, die seit neuestem täglich in Radio Kabul und einigen Radiosendern in den Provinzen Afghanistans gespielt wird. Sie soll das NSP-Programm, das Nationale Solidaritätsprogramm, landesweit bekannt machen, das den Wiederaufbau Afghanistans auf eine ganz neue Art, nämlich basisdemokratisch, erreichen will. Das Programm hat einen Umfang von 450 Millionen US-Dollar und ist auf drei Jahre angelegt. Es wird finanziert von der Weltbank sowie beteiligten ausländischen Regierungen. Durchgeführt wird es unter dem Dach des afghanischen Entwicklungsministeriums. Maßgeblich an der Koordination beteiligt ist die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, GTZ, das Ausführungsorgan der Bundesregierung in der Entwicklungszusammenarbeit.

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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/396039





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