Zivilisten bei Suche nach US-Soldaten in Afghanistan getötet 05.07.2005 Bei der Suchaktion nach mehreren in Afghanistan vermissten US-Soldaten sind offiziellen afghanischen Angaben zufolge 17 Zivilisten getötet worden. Sie seien bereits in der vergangenen Woche einem US-Luftangriff zum Opfer gefallen, sagte der Gouverneur der Provinz Kunar, Assadullah Wafa, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Wafa fügte hinzu, dass mittlerweile ein zweiter vermisster US-Soldat geortet worden sei, der zu einem US-Erkundungsteam in der unwegsamen Region gehörte. Er sei verletzt und werde derzeit von den Bewohnern eines nur schwer zugänglichen Dorfes gepflegt. Das Erkundungsteam sollte vor einer Woche von einem US-Militärhubschrauber mit 16 US-Elitesoldaten an Bord aufgenommen werden. Der Hubschrauber stürzte jedoch ab. Alle Insassen kamen dabei ums Leben. Das US-Militär bestätigte am Montag, dass bei einem Luftangriff am Freitag in Kunar Zivilisten und Extremisten getötet worden seien. Eine Zahl wurde jedoch nicht genannt. Ziel des Angriffs sei "eine bekannte Operationsbasis für terroristische Anschläge in Kunar sowie ein Stützpunkt eines terroristischen Anführers mittleren Ranges" gewesen, ergänzte das Militär. Wafa erklärte, afghanische Truppen hätten sich auf den Weg zu dem nun aufgespürten US-Soldaten gemacht. Der Soldat befinde sich in Sicherheit und sei in derselben Region entdeckt worden, in der der Hubschrauber abgestürzt sei. Eine Stellungnahme der US-Armee lag zunächst nicht vor. Zuletzt hatte ein Militärsprecher in Kabul Berichte aus Kreisen des Verteidigungsministeriums nicht bestätigen wollen, wonach ein vermisster US-Soldat bereits am Samstag gerettet worden sei. Unklar war auch die genaue Zahl der vermissten Soldaten. Die US-Armee machte hierzu keine Angaben. Die "New York Times" berichtete, es würden insgesamt vier Soldaten vermisst, darunter auch der bereits am Wochenende gerettete Soldat. << | >> |
| Nachrichten, die unsere Mitglieder lesen |

