Zivilisten bei US-Angriff in Afghanistan getötet 04.07.2005 Die US-Luftwaffe hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff auf ein Rebellenversteck im Osten Afghanistans mehrere Zivilisten getötet. "Die Koalitionstruppen bedauern den Verlust unschuldiger Leben zutiefst", hieß es in einer Mitteilung der US-Armee. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Kunar, Assadullah Wafa, wurden bei dem Angriff auf das Dorf Schischal am vergangenen Freitag mindestens 17 Zivilisten getötet, unter ihnen mehrere Frauen und Kinder. Der Angriff sei geflogen worden, als die US-Armee auf der Suche nach vier vermissten Elitesoldaten gewesen sei. In Kunar sei ein Terroristen-Stützpunkt mit Präzisionswaffen beschossen worden, bestätigte die US-Armee. Dabei sei eine noch nicht bekannte Zahl von "Terroristen" und Zivilisten ums Leben gekommen. Das Gelände war den Angaben zufolge die Basis eines Terroristenführers mittleren Ranges. Ein Sprecher der Taliban hatte bereits am Samstag in einem Telefonat berichtet, 25 Zivilisten seien bei den Angriffen getötet worden, unter ihnen Kinder. Die Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan gilt als eine Hochburg der Taliban. In der Region wird auch El-Kaida-Chef Osama bin Laden vermutet. Ein Sprecher der US-Armee in Afghanistan sagte, die Suche nach den noch immer vermissten Soldaten in der Region gehe weiter. Am Sonntag hatte der US-Fernsehsender CNN gemeldet, einer der vier vermissten Soldaten eines verdeckten Spähtrupps des US-Spezialkräftekommandos sei gerettet worden. Am Montag meldete der private afghanische Fernsehsender Tolo unter Berufung auf die US-Armee, ein zweiter Soldat sei gefunden worden. Das Militär bestätigte die Berichte unter Hinweis auf den noch andauernden Einsatz jedoch nicht. Mutmaßliche Taliban-Rebellen hatten am Dienstag einen US-Militärhubschrauber in der Unruheprovinz Kunar abgeschossen, der den Spähtrupp abholen sollte. Dabei waren 16 US-Soldaten getötet worden. << | >> |
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