Zahlreiche Tote in Afghanistan 03.07.2005 Bei Kämpfen in den Provinzen Urusgan und Kunar starben seit Freitag gemäss Angaben beider Seiten mindestens 62 Menschen. Bei Kämpfen zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Taliban-Rebellen in der südlichen Provinz Urusgan wurden am Freitag 31 Menschen getötet. Nach Angaben des Provinzgouverneurs Jan Mohammed Chan waren 25 Aufständische unter den Todesopfern. In Kunar flogen US-Kampfflugzeuge am Freitag Angriffe auf Stellungen der Rebellen, wie die US-Armee mitteilte. Dabei seien Präzisionswaffen eingesetzt worden. Über Opfer machte das US-Militär keine Angaben. Nach Angaben der Provinzbehörden gab es einen Angriff auf das Dorf Chichal. Ein Sprecher der Taliban sagte in einem Telefonat, 25 Zivilisten seien bei den Angriffen getötet worden, unter ihnen Kinder. Suche fortgesetzt Die US-Streitkräfte setzten derweil ihre Suche nach den Soldaten eines Spähtrupps fort, von denen seit Tagen jede Spur fehlt. Der Trupp war am Dienstag nach dem Abschuss eines US-Militärhelikopters in Kunar verschwunden. Bei dem Abschuss waren 16 US-Soldaten getötet worden; der Trupp sollte der Helikopterbesatzung zu Hilfe kommen. Die Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan gilt als eine Hochburg der Taliban. In der Region wird auch El-Kaida-Chef Osama bin Laden vermutet. Die Taliban, die vor knapp vier Jahren von US-geführten Streitkräften gestürzt wurden, haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe wieder verstärkt. Seit Jahresbeginn starben dabei mehr als 500 Menschen, die meisten von ihnen waren islamistische Kämpfer. << | >> |
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