Doku über deutsche Soldaten in Kabul

Hamburg (dpa) Für sechs Monate sind die deutschen Soldaten im Januar 2003 nach Kabul in Afghanistan geflogen. Während dieser Zeit hat die Regisseurin Caroline Goldie die Soldaten bei ihrer Arbeit und ihrem Leben begleitet und gefilmt. Die Truppe wollte beim Wiederaufbau helfen und die Menschen vor der Gewalt schützen. Das Lager „Camp Warehouse“ liegt am Rand von Kabul und ist wie ein kleines Stück Deutschland mitten in Afghanistan: Zu essen gibt es Sauerbraten und Rotkohl, im eigenen Radiosender Wetter und Verkehr für Kabul. Die Bundeswehr fliegt alles ein: Essen und Toiletten, Küchen, Zelte, Kleidung und Medikamente.
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Die Soldaten haben sich freiwillig gemeldet, die meisten sind das erste Mal bei einem Auslandseinsatz. Sie sind als Helfer gekommen – und nicht als Besatzer. So bauen sie ein Nachrichtennetz mit auf, bilden Einheimische zu Polizisten aus und lassen für Kinder auch mal Drachen fliegen. Doch innerhalb der sechs Monate verschärft sich die Lage: Der Hass auf die ausländischen Truppen wächst. Bei Anschlägen kommen neun deutsche Soldaten ums Leben.

Ausstrahlung der Dokumentation „Guten Morgen, Kabul“ heute um 23.30 Uhr in der ARD.


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