Preis-Verleihung an Afghanin Shaima Ghafury

Zum dritten Mal verleiht die Dortmunder Stiftung ‚Aufmüpfige Frauen’ in diesem Jahr ihren mit 3.000 Euro dotierten Preis für frauen- und gesellschaftspolitisches Engagement an eine starke und mutige Frau, die in herausragender Weise kreative Potenziale von Frauen repräsentiert.

Die Preisverleihungsfeier fand in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses vor rund 250 geladenen Gästen statt, unter ihnen Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Botschaftsrat Abed Nadjib, Afghanische Botschaft Berlin.

Frau Shaima Ghafury, geboren am 31.01.1958 in Kabul, hat als jahrgangsbeste Abiturientin mit einem Stipendium 1975-1981 in Bulgarien Argraringenieurtechnik studiert und anschließend an der Universität in Kabul als Dozentin unterrichtet. Sie lebt in Marburg und ist in der Bürgerinitiative für soziale Fragen (BSF e.V.) zuständig für die MigrantInnenarbeit und seit 1994 Vorsitzende des Vereins “Initiative afghanisches Handwerk e.V.” sowie Mitbegründerin der Bewegung “Verständigung der Afghanen in Europa und Vorstandmitglied des Afghanischen Kulturverein e.V. in Marburg. Nach einer Fortbildung ist sie seit 2003 als Sozial- und Schuldnerberaterin bei der Bürgerinitiative BSF und in der Integrationsarbeit der Stadt Marburg tätig.

Die Stifterin Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel begründete die Entscheidung: “Wir zeichnen heute eine hochengagierte Frau aus, die sich seit vielen Jahren in vorbildlicher Weise in Deutschland wie in Afghanistan für die Belange von Frauen engagiert. Sie ist eine eigenständige und emanzipierte Frau, die sich unter großen Anstrengungen rasch in die deutsche Gesellschaft integriert und mit ihren Kindern und ihrem Mann um die Wette Deutsch gelernt hat. Sie wollte nicht von der Sozialhilfe leben und hat bald, zunächst als Hausmeisterin im Marburger Frauenhaus, zu arbeiten begonnen, um mit selbstverdientem Geld ihre Familie zu erhalten. Sie knüpft in ihren politischen und sozialen Aktivitäten nicht an einen Opferstatus der Migrantinnen hier und der Frauen in Afghanistan an, sondern an Potenzialen zur aktiven Gestaltung ihres Lebens und ihrer Umwelt. Möglichkeiten, die Situation für Frauen grundlegend zu verbessern, sieht sie allerdings nur im Verbund mit der Befriedung der gesamtpolitischen Lage in diesem geschundenen Land Afghanistan. Mit ihrem Wirken und ihrer Persönlichkeit steht Shaima Ghafury als Mutter von vier Kindern in wunderbarer Weise für das, was die Stiftung unterstützen will, nämlich ihren Beitrag zur Stärkung der Frauen und konstruktiven Entwicklung der deutsch-afghanischen Beziehungen.”

Stichwörter: Shaima-Ghafury Afghanin

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