Forscher haben in Afghanistan, in den Höhlen von Bamiyan, die wohl ältesten Ölgemälde der Welt entdeckt. Die Wand- und Felsmalereien stammen aus dem dem 7. Jahrhundert und sind demnach 800 Jahre älter als die bis dahin als älteste Ölgemälde bekannten Bilder. Ausserdem wurde die Erfindung der Ölmalerei bisher den Europäern zugeschrieben, was mit dieser Entdeckung wiederlegt wird. Die Höhlen von Bamiyan liegen an der Seidenstraße, einem antiken Handelweg, den viele Reisende und Händler seit Jahrhunderten benutzten, sie sind vor allem bekannt durch die Buddhas von Bamiyan, riesige, in den Fels gehauene Statuen von Buddhas mit über 50 Metern Höhe. Diese Statuen wurden im Jahr 2001 durch die Taliban vollständig zerstört, indem sie sie gesprengt haben. Die Ölgemälde wurden in den dahinter liegenden Höhlen entdeckt.
Vermutlich hat sich die europäische Ölmalerei unabhängig von der asiatischen Höhlen-Ölmalerei entwickelt. In Europa dominierte nämlich bis ins 15. Jahrhundert die Temperamalerei (von lat. temperare - mäßigen, mischen). Bei Temperafarben werden Pigmente mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-Emulsion gebunden. Die eigentliche Ölmalerei entstand nach und nach auch aus dem Bedürfnis heraus, die Grenzen der eher linear betonten Technik der Temperamalerei zu überwinden. Die ältesten bekannten Rezepte finden sich im Straßburger Manuskript, dem ältesten bekannten Handbuch für Maltechnik in mittelhochdeutscher Sprache. Es wurde im 15. Jahrhundert von anonymen Authoren geschrieben. Derzeit gibt es wieder einen Trend zur klassischen Auftragsmalerei in Öl. Professionelle Malstudios wie ARTMaker ( http://www.ARTMaker.eu ) fertigen im Kundenauftrag handgemalte Ölportraits und Gemälde nach Fotovorlage (siehe z.B. die Referenzgemälde auf der genannten Website), aber auch Reproduktionen alter Meisterwerke.