Afghanistan sitzt auf einem Pulverfass... hier ein auszug aus einemInterview mit einem renomierten Afghanistan Experten und Buchauto:
Der Afghanistan-Beauftragte der Welthungerhilfe, Theo Riedke, meint, man halte sich bewusst von den Soldaten fern. Das sei sicherer.
Das kann ich verstehen, alles andere wäre Selbstmord. Die NATO-Verbände, vorrangig aber die Amerikaner, bombardieren ganze Ortschaften nur auf den Verdacht hin, dass sich dort ein Widerstandskämpfer der Taleban aufhält. Was die Zahl afghanischer Opfer seit Oktober 2001, also seit Beginn der US-Intervention, betrifft, gehe ich von etwa 50.000 Menschen aus. Den Afghanen wurden seit der Petersberger Konferenz 2001 blühende Landschaften versprochen, bekommen haben sie verbrannte Erde. Mir sagten viele in Kabul: "Wir würden uns zu einem Volksaufstand erheben, gäbe es eine Führung, die den Kampf koordiniert".
Erkennen Sie diese Realitäten Ihrer Heimat in den deutschen Medien wieder?
Die Wahrheitssuche in diesen Medien ist für mich eine Sisyphusarbeit, angesichts dessen, was ich in Afghanistan erlebe. Ich habe den Eindruck, dass der Politik eine freie Berichtserstattung nicht immer genehm ist. Als während der SPD-Grünen-Regierung Außenminister Fischer und Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul die Medien in ungewöhnlich scharfem Ton wegen zuviel negativer Berichterstattung über Afghanistan kritisiert hatten, wirkte es danach so, als sei nun alles gleichgeschaltet. Zumindest hatte ich diesen Eindruck.
das gesmammte interviw gibt es unter folgendem link
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/baraki-interv2.html