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Braucht das Islam ein Martin Luther?
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Joined: 02 Apr 2004
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Post 15.03.2006 00:28:29 
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TheRoman
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Joined: 21 Jun 2008
Posts: 77
Braucht das Islam ein Martin Luther?

Hallo Leute,

habe gerade im Topic einen deutschen heiraten wie findet ihr das? durchgeblättert und habe bemerkt, dass viele sich - meine Meinung nach - zu sehr auf die Religion stützen! Da ich gar nichts über den Islam weis kam mir spontan die Frage wie sehr die Religion, in diesem Fall das Islam "Opium fürs Volk" ist und ob es das Islam ein Martin Luther braucht.

Ich bitte alle Muslime (warum nennen sich Gläubige des Islams eigentlich Muslime?) nicht zu denken, dass ich hier jemand provoziere will! ganz das Gegenteil ist der Fall.

In meine Welt hat Religion die Aufgabe Hoffnung und Moral in der Gesellschaft zu bringen und hat sich aus weltliche Fragen raus zu halten! Wenn ich heirate ist mein Bier und niemand darf auch nur für eine Sek. daran denken, mir vorschreiben zu wollen wem ich heiraten soll und wem nicht!

Ich habe aus Wikipedia die - meine Meinung nach - wichtigsten Punkten der Reformation kopiert:


[...]

Grundgedanken

Die wesentlichen Punkte der Reformation, die auch heute noch gemeinsamer Nenner der protestantischen Kirchen sind, werden oft mit dem vierfachen "allein ..." ausgedrückt:

1) sola scriptura - allein die Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die (nur mit der Autorität der Bischöfe oder des Papstes entstandene) Tradition (Galater 2, 6-9)

2) solus Christus - allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige (Epheser 5, 23-24)

3) sola gratia - allein durch die Gnade Gottes wird der glaubende Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun (Römer 1, 17)

4) sola fide - allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke (Galater 2, 16)

[...]

Bedeutung und Folgen der Reformation
[...]Die Reformation war einer der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes. Für die Geschichte des Christentums bedeutete die Reformation den vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, die über die ab dem 13. Jahrhundert verstärkt formulierte Kritik an der römisch-katholischen Kirche (Averroismus, Jan Hus, John Wyclif, Wilhelm von Ockham) und die Bildung zahlreicher "häretischer" christlicher Glaubensgruppen bis hin zur erneuten Spaltung der Christenheit führten.[...]

Zwar wurde die christliche Religion durch die Reformation nicht grundlegend in Frage gestellt, dennoch wurden fundamentale Glaubenssätze und religiöse Praktiken, die jahrhundertelang als unumstößlich galten, von den Reformatoren und ihren Anhängern verworfen (Heiligenverehrung, "Gute Werke"). Die Autorität der Kirchen über die Gläubigen wurde zwar zunächst nur teilweise aufgebrochen, dennoch bereitete die Reformation den Weg zum Zeitalter der Aufklärung, in dem das Individuum in seiner persönlichen Freiheit deutlich aufgewertet wurde und in der schließlich selbst atheistische Weltbilder Anerkennung erfuhren.

Doch die Reformation revolutionierte nicht nur das geistige Leben, sie setzte auch eine gesellschaftspolitische Entwicklung in Gang. Der Staat löste sich von der Bevormundung durch die Kirche, um nun seinerseits im Landesherrentum und Absolutismus die Kirche von sich abhängig zu machen. Doch auch dies stellte nur eine Übergangsphase in einer Entwicklung dar, die in vielen Ländern in die Trennung von Kirche und Staat mündete.
Somit wirkte die Reformation weit über die eigentliche Reformationszeit hinaus und bildete einen Wendepunkt hin zur Entwicklung der modernen Gesellschaft der Neuzeit.

@all die Leute, dessen Namen ich jetzt nicht nennen möchte: am liebsten hätte ich hauptsächlich von Muslime antworten! Natürlich sind alle anderen ebenfalls willkommen, aber bitte nicht mit den üblichen Sprüche, wie "ihr lässt zu dass Kinder verheiratet werden" und Ähnliches! Es geht nicht um die Unterschiede der Religionen und Kulturen sondern um die Frage: "wie sehr beeinflusst die islamische Religion ihren Gläubigen und was halten diese von das, was bei uns Martin Luther getan hat?"


Post 25.06.2008 22:32:18 
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Deutsch68
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Joined: 27 Apr 2004
Posts: 3672
Location: Hamburg
Re: Braucht das Islam ein Martin Luther?

--- quoted from "TheRoman" -

.

 Es geht (.) um die Frage: "wie sehr beeinflusst die islamische Religion ihren Gläubigen und was halten diese von das, was bei uns Martin Luther getan hat?"
-----------

Hallo TheRoman,

die Antwort zu beiden Fragen lautet:

Das ist unterschiedlich, weil die individuelle Akzentsetzung in den persönlichen Prioritäten eben sehr vielfältig ist. 

Es gibt z.B. Muslime, die sich zu ihre Religion bekennen, aber diese nicht zur Haupteinflussgröße für alle Aspekte ihrer Lebensgestaltung machen. Ebenso gibt es z.B. Muslime, die ihr Leben als eine einzige Religionsausübung zur Prüfung ihrer Aufnahmetauglichkeit ins Paradies betrachten.  Und außer diesen beiden Positionen gibt es noch viel mehr dazwischen und darüber hinaus.

Diejenigen, die davon überzeugt sind, dass alles Schlechte auf Erden niemals etwas mit dem Islam zu tun hat, sondern immer nur mit fehlgeleiteten Menschen, die werden von Martin Luther nichts halten, sondern in ihm eher eine Gefahr für eine Religionsverfälschung sehen. 

Diejenigen, die zumindest Teilaspekte des Islam als nicht orts- und/oder zeitgemäß betrachten, werden einem Martin Luther eher aufgeschlossen gegenüber stehen.

Gegenfrage:

Wozu sollte bei einer Religion wie dem Islam, die den Anspruch erhebt, in jeder Hinsicht perfekt und die einzig wahre Religion zu sein, eine Reformation nötig sein ? 

Post 26.06.2008 10:45:34 
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Manec
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Joined: 20 Feb 2008
Posts: 152

"Das" Islam hat bestimmt keine Reformation nötig.


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Sometimes doing the right thing is not the right thing.

Post 26.06.2008 13:45:39 
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TheRoman
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Joined: 21 Jun 2008
Posts: 77
Re: Braucht das Islam ein Martin Luther?

Deutsch schrieb:

Wozu sollte bei einer Religion wie dem Islam, die den Anspruch erhebt, in jeder Hinsicht perfekt und die einzig wahre Religion zu sein, eine Reformation nötig sein ?


Manec schrieb:

"Das" Islam hat bestimmt keine Reformation nötig.

-

Bei uns wurde auch nicht die Religion reformiert sondern die Kirchen!

Bei uns ist es so, dass die meinstens keine Ahnung von der Bibel haben und das tuen was die Gesellschaft vorschreibt! auch wenn manche dies nicht ganz einsehen wollen, aber trotzdem denkt der Spanier dann doch wie viele Spanier auch und die deutschen genau so usw.

Da wir zu sehr auf die Gesellschaft - also der Nachbar - achten spielt die Religion in unsere Geselschaft fast keine Rolle mehr und man muss schon froh sein, wenn der Nachbar nach dem Motto lebt: "Füge andere nicht zu, was Du nicht willst, das man Dir tut"!

Zur Luthers Zeit war es im Prinzip genau gleich nur, dass man damals nicht auf den Nachbar gehört hat sondern auf den Bischoff.

Endeffekt sind beide nicht die richtige Wege für ein religioser Mensch! Der einen Weg führt von Religion ab und der anderer Weg erlaubt Fremden die eigene Person zu manipulieren!

Luther hat genau hier eingegriffen: Lese die Heilige Schriften und lebe danach. Und wenn Du Dir nicht sicher bist sucher Rat bei einer von der Gemeinde gewählte Person mit entsprechender Ausbildung!

In den oben genannten Beiträgen las ich z.B. dass ein Mitglied seinem Vater noch nicht gesagt hat, dass er eine Islamin liebt, die aber eine andere Gruppe angehört  (s. erster Beitrag auf Seite 5)! Irgendwo kenne ich das sogar zu gut, aber bei mir hat es nicht mit der Religion zu tun! sondern mit der Ignoranz mancher Italiener... die mir egal ist und deswegen mache ich mir nicht die Sorgen wie AdbulJaliLuay!

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass im Koran etwas von Unterteilung in verschiede Gruppen steht oder sogar, dass der Koran jungen Menschen verschiedener Gruppen verbiete sich zu verlieben! somit kann man sich schon die Frage stellen in wie weit der Koran gelebt wird und wieviel einfach nur Tradition ist! Und wenn es so ist, wer hat diese Gesetze diktiert? und warum ist dann so auffällig oft von Religion die Rede?


Hätte gerne einfach nur ein paar Menungen!


Post 26.06.2008 19:04:53 
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Manec
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Joined: 20 Feb 2008
Posts: 152

Welche Religion meinst du eigentlich?

Jesus, der selbst Jude war, hat keine Schriften hinterlassen. Es wurden ihm auch keine Worte von Gott hinabgesandt; er sollte nur die jüdischen Bräuche, die durch die Rabbiner erschaffen worden waren und klare Neuerungen und vorallem Erschwerungen des Alltags der Menschen waren, beseitigen. Er sollte das Judentum reformieren, richtig stellen. Das Judentum basiert auf den 10 Geboten, etwas anderes wurde Moses nicht zu Teil.

Das Christentum basiert auf Märchenerzählungen und den fabrizierten und von Menschen Hand geschrieben Zeilen des Buches, das Ihr Bibel nennt. Jesus Christus hat nichts hinterlassen, ausser der Bergpredigt, seine Lehre des Friedens und des Ausgleiches. Er sprach nie von einer organisierten Religion in Form einer Kirche mit einem "Stellvertreter Gottest" auf dem Papststuhl. Er sprach nie von Religionskriegen, Kreuzzügen, der Inquisition, der Verfolgung von Juden etc. Die wahren Christen waren in der Urgemeinde versammelt. Alles spätere ist eine Sektenähnliche Bewegung, die die Worte Jesu verdrehte und vieles hinzudichtete.


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Post 26.06.2008 23:47:11 
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Manec
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Joined: 20 Feb 2008
Posts: 152

Und es heisst DER Islam, nicht DAS Islam.


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Post 26.06.2008 23:48:01 
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TheRoman
Aktives Mitglied


Joined: 21 Jun 2008
Posts: 77

OK,

man kann es auch so sehen! Aber:

abgesehen der Katholische Kirche um den Papstum zu begründen, behauptet niemand, dass Jesus das Chrystentum gebildet hätte!

und darüber hinas: Viel wichtiger ist was die Leute von Dir denken und über Dich schreiben, falls es sich überhaupt lohnt! nicht was Du behauptest zu wissen oder getan zu haben!

ABER VIEL WICHTIGER ALS DAS IST: wie ich schon vom Anfang an versuche zu sagen, es geht nicht um den Vergleich! nicht um die bessere Religion! usw.

Also Manec: Thema verfehlt!!!

Post 26.06.2008 23:58:54 
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TheRoman
Aktives Mitglied


Joined: 21 Jun 2008
Posts: 77

Da fält mir spontan eine weitere Frage ein! Akzeptiert der Islam andere Religionen! Sagt der Koran was dazu?

Post 27.06.2008 00:04:21 
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