Salam @ all,
Depression ist eine ziemlich weit verbreitete psychische Erkrankung.
In meinem eigenen familiären Umfeld hat es mindestens einen Fall in der Verwandtschaft gegeben, der sich aufgrund dessen auch tatsächlich das Leben genommen hat. Eines Tages ist er in sein Gartenhäuschen gegangen und hat das Giftmittel E 605 geschluckt. Allerdings hat man es in seinem Fall erst später mit der Krankheit "Depression" in Verbindung gebracht. Bis dato galt er als fröhlicher und unterhaltsamer Typ, mit dem man gut feiern konnte. Seine Nichte erkrankte im Erwachsenenalter dann auch an einer Depression. Bei ihr waren schwere chronische Erkrankungen vorangegangen.
Aufgrund von Suchtmittelabhängigkeit können Betroffene auch eine Depression entwickeln. Andere nehmen umgekehrt wegen einer akuten Depression Drogen, um sich endlich einmal wieder gut bzw. "normal" fühlen zu können.
Wie Frishtajan schon schilderte, können auch verschiedene traumatische Ereignisse eine Depression auslösen. Es scheint so zu sein, als ob häufig eine Depression als Folge eines traumatischen Ereignisses entsteht, wenn dieses nicht ausreichend psychisch mit fachlicher Begleitung beizeiten verarbeitet worden ist.
Flucht und Vertreibung aus seiner Heimat z.B. ist auch häufig Auslöser für Depressionen oder das Gefühl, von den eigenen Eltern abgelehnt zu werden. Vermutlich laufen viele Menschen bereits mit einer vorhandenen Depression unterschiedlich starker Ausprägung durch die Gesellschaft, ohne sich ihrer Erkrankung bewusst zu sein. Es ist ja auch nicht so, dass alle Depressionserkrankten regungslos in ihren Betten liegen bleiben.
Das nachhaltig wirksame Gegenmittel ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr verschieden und nach wie vor schwierig zu finden.
Khoda hafez
Deutsch68