Am Freitag wird in Iran der neuer Präsident gewählt. Ein Kandidat mit guten Chancen ist Mir Hussein Mussawi. Mussawis Schachzug ist seine Frau in den Wahlkampf einzubeziehen und könnte die am Freitag in Iran stattfindenden Wahlen mitentscheiden. Denn dass Rahnaward gleichberechtigt neben ihrem Mann zu stehen scheint, wird von vielen als Wahlversprechen interpretiert. Sollte der Reformkandidat siegen, könnte das eine neue Ära der persönlichen Freiheit einläuten, hoffen nicht nur Irans Frauen.

Was Denkt Ihr? Wer wird gewinnen? Werden wir Zeuge wie Ahmadinedschad wieder zum Präsidenten gekürt wird oder werden die Iraner Mut zeigen und einen ählichen Change im Gang bringen wie in USA?

PS: So macht man Wahlkampf in Iran, wo es angeblich so streng mit Hedjab umgegangen wird


Comments


Scully
Scully 4 years ago

0,1020,1544811,00.jpg
Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Salam Scullyjan,

was mir spontan zu dem Foto einfällt: zu 100% gezupfte Augenbrauen, die durch einen Tattoo-Schwungstrich ersetzt werrden, sind nicht bei jedem eine Verschönerung der Gesamterscheinung ;-).

Zum Thema:

Etwas mehr Freiheitsluft zum Atmen und etwas weniger bigotte Religionsvorgaben wäre dem iranischen Volk schon zu wünschen. Die zeit für diesbezügliche Veränderungen scheint den Medien zufolge ja reif zu sein.

Vorausgesetzt, das Volk bringt den Mut auf, zu seinen Wünschen zu stehen uind entsprechend zu wählen. Vermutliche ist es kein großer Verlust für den Iran, wenn Ahmadinedjad nicht wieder gewählt wird.

Was hat er eigentlich innenpolitisch bewegt ? Welche Erkenntnisse gibt es darüber ?

Ich bin gespannt.

Scully
Scully 4 years ago

Wenn ich mir die Entwicklungen in den letzten 10 Jahren in Iran anschaue, dann wird deutlich das es eigentlich egal ist, wer auf dem Präsidentenstuhl sitzt. Ein liberaler Khatami, ein radikaler Ahmadinedschad oder ein reformer á lá Mussawi. Das Land erlebt dramatische Zeiten in allen Bereichen. Das Strassenbild ist völlig anders als vor 10 Jahren. Die Mädchen werden immer freizügiger und direkter. Die Grossstädte nehmen immer weiter an Volumen zu. Und das Volk wird mündiger. Niemand kann diese Entwicklungen noch stoppen. Als Ahmadinedschad an die Macht kam, befürchteten alle, dass dies das Ende sei. Doch kaum an die Macht, kamen die Frauen zum ersten Mal in einem Sportstadion rein. Die Zeitehe (offizielle Form der Prostitution) wird durch die Mullahs öffentlich als menschenwürdig und zeitgemäss hochgepriesen. Deshalb sehe ich die Wahlen nüchtern zu. Es bleibt sowieso beim Alten

AliGee
AliGee 4 years ago

This post has been deleted, because it violates our content policy.
Scully
Scully 4 years ago

Nun ist der alter Mann wiedergewählt. Die Gegenseite wirft Wahlbetrug vor. Na das wird ja richtig spannend.

AliGee
AliGee 4 years ago

Mussawi ist wohl ein sehr schlechter Verlierer. Ahmadinedschad hat klar mit 62,5 % der Stimmen gewonnen und Punkt. Was jetzt kommt ist nur lächerlich. Mussawi ruft den Menschen zur Protesten auf. Was erreicht er damit? Nix! Die Menschen im Iran wollen das eben so. Das da paar Leute “frei” leben wollen, soll ja nicht für das ganze Land sprechen, wie oben auf dem Bild von Scully. Noch wird Iran nicht zu einer zweiten Türkei. Es kommt drauf an wie schnell die westlichen Ländern dort arbeiten und den Menschen eine Gehirnwäsche verpassen.

Scully
Scully 4 years ago

Die Proteste zeigen erste Wirkung: Wahlergebnis wird überprüft.

simyad
simyad 4 years ago

‘‘Ta nabashad chizaki, mardom nagooyand chizha!’‘
Es gibt einige Anzeichen, die für ein Wahlbetrug sprechen. In Städten wie Teheran und Tabriz hat ‘‘Ahmadinedschad’‘ (nach offiziellen Angaben) über 50% der Stimmen geholt. Das ist kaum zu glauben, weil die meisen Teheraner für ‘‘Mussawi’‘ waren.
In manche Bezirken war die Wahlbeteiligung über 100%...! Da stimmt doch was nicht!

‘‘Es waren generell keine Wahlbeobachter zugelassen. Das Innenministerium verkündete die Ergebnisse noch vor Schließung der Wahllokale. Wie aus dem Nichts tauchten die Sicherheitskräfte plötzlich in massiver Formation auf. In Zwischenberichten hatte Ahmadinedschad immer exakt doppelt so viele Stimmen wie Mussawi, sodass sich zwei lächerlich gerade, parallel verlaufende Kurven ergaben.’‘
http://www.welt.de/die-welt/article3925877/Das-Doppelgesicht-der-Mullahkratie.html

Außerdem spielt es überhaupt keine Rolle wer in Iran regiert. Sie verfolgen alle dasselbe politik. Ob Ahmadinedschad oder Mussawi! Solange es ein Religiöse Oberhaupt gibt( Ajatollah Chameneie) bleibt Iran ein Gottesstaat. Mussawi kann auch in Iran nix ändern.
Klar ist, die Iraner aben keine Lust mehr auf Mollahs.

Zum Thema schlechte Verlierer:
Nach offiziellen Angaben sind 8 Menschen gotötet wurden. Alle Handylelitungen in Teheran sind TOT! Viele Nachrichtenagenturen im Internet werden gefiltert. Viele Leute wurden verhaftet.
Wer ist hier der schlechte Verlierer?

Eigentlich sollten sich die Mullahs schämen. Jetzt können sie auch keine Vorwürfe an SAVAK und Schah-Regieme machen. Nun haben sie selbst die Menschen getötet.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Salam,

durch wen wird denn das Wahlergebnis überprüft ? Zu welchen Ergebnissen soll eine Prüfung führen ?

Der Umgang mit den Wahlen zeigt für mich vor allem eines: Mullahs können und wollen keine Demokratie. Stört ja die ungehemmte Machtausübung. Wie wird die iransiche Bevölkerung weiter reagieren ?

Hat jemand hier persönliche Kontakte in den Iran ? Wie ist die Stimmung dort ?

zoye
zoye 4 years ago

ob Musawi o. Ahmadinejad, die iranische Bevölkerung wird noch eine Revolution bereuen, da die noch mal hinter zwei kriminelle Politikern stehen

AliGee
AliGee 4 years ago

Jede Regierung würde so gegen aggressive Demonstranten vorgehen. In den Medien sehen wir ständig nur die eine Seite. Das soll jedem klar sein.

Ein Komilitone von mir hat direkten Kontakt zu seinem Cousin aus Teheran. Er sagt, schon bei den Stimmzetteln war alles komisch.
Ahmadinedschad hatte die Nummer 1 und auf den Stimmzetteln die Nummer 44. Mussawi hatte die Nummer 4 und auf den Zetteln die 11. Ob beim Zählen manipuliert wurde, kann gut möglich sein.
Alles was wir jetzt erleben, ist die Macht der Medien. Bin gespannt wo es hinführt.

Scully
Scully 4 years ago

Ein Eingeständnis – und keine Konsequenzen: Bei den Wahlen in Iran hat es Unregelmäßigkeiten gegeben, das stellt nun auch der mächtige Wächterrat fest. Insgesamt wurden demnach drei Millionen Stimmzettel zu viel abgegeben. In der Logik des Rates hat das den Ausgang aber “nicht erkennbar” geändert.

Die Jeanne d’Arc Irans

Sie sinkt von einer Kugel getroffen zu Boden, wenige Minuten später ist sie tot: Ein im Internet kursierendes Video soll zeigen, wie eine iranische Demonstrantin Opfer eines Scharfschützen wird. Über Nacht ist die junge Frau namens Neda zum Symbol des Aufstands geworden.

image-577-bigimage420-kayr.jpg

AliGee
AliGee 4 years ago

Genauso wie die Geschichte von 11. September, wird auch dies eines Tages ans Tageslicht kommen. Sichere Quellen geben an, dass CIA 400 Mio. investiert hat, um die Wahlen im Iran durcheinander zubringen.
Ich bin mir auch sicher, dass die CIA 100% dafür sorgt, dass tausende täglich auf die Straße gehen und für unruhen sorgen. Es muss ein Grund geben, damit die USA sich endlich dort einmischt.

Schaut euch auf jeden Fall das Video von Christoph Hörstel, das ich gepostet habe.

AliGee
AliGee 4 years ago

CIA has Distributed 400 Million Dollars Inside Iran to Evoke a Revolution
Jump to Comments

Former Pakistani Army General Mirza Aslam Beig claims the US Central Intelligence Agency (CIA) has distributed 400 million dollars inside Iran to evoke a revolution.

In a phone interview with the Pashto Radio on Monday, General Beig said that there is undisputed intelligence proving the US interference in Iran.

“The documents prove that the CIA spent 400 million dollars inside Iran to prop up a colorful-hollow revolution following the election,” he added.

Pakistan’s former army chief of joint staff went on to say that the US wanted to disturb the situation in Iran and bring to power a pro-US government.

He congratulated President Mahmoud Ahmadinejad on his re- election for the second term in office, noting that Pakistan relationship with Iran has improved during his 4-year presidency.

“Ahmadinejad’s re-election is a decisive point in regional policy and if Pakistan and Afghanistan unite with Iran, the US has to leave the area, especially the occupied Afghanistan,” Beig added.

http://pakalert.wordpress.com/2009/06/18/cia-has-distributed-400-million-dollars-inside-iran-to-evoke-a-revolution/
Scully
Scully 4 years ago

klar hat der Westen die Finger im Spiel. Kein Zweifel.
Ich bete nur, dass die Mullahs bald verschwinden und das in Iran eine liberale Regierung an die Macht kommt.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

@Scullyjan,

wäre Mossawi denn wirklich liberaler als Ahmadinedjad ?

Scully
Scully 4 years ago

nein, ich will den Mossawi auch nicht, denn die entstandene Bewegung kann viel mehr erreichen als einen alten Revolutionären zum Präsidenten zu rufen.

AliGee
AliGee 4 years ago

Die westlichen Ländern und vorallem Israel ist froh, wenn Ahmadinejan bleibt. So haben sie weiterhin einen Feind, den sie auch fertig machen können.

Scully
Scully 4 years ago

genau. Jetzt hinterher sind die westlichen Länder schlauer und würden sich freuen wenn alles beim alten bleiben würde. In Jerusalem war man geschockt, dass selbst Frauen auf die Strassen gingen und für ihre Meinung kämpften. Die Medien sind sprachlos, denn das von ihnen geweckter Ruf, scheint doch nicht so wahr zu sein, wie angenommen.

zoye
zoye 4 years ago

laut Netanyahu es ist egal wer die Wahl in Iran gewinnt. Israels Plitik gegen Iran steht fest.

AliGee
AliGee 4 years ago

Es ist einfach schade mitzusehen, wie die Iraner ihr eigenes Land kaputt machen. Ohne die Hand von den westlichen Ländern wäre es niemals soweit gekommen. Jetzt sind die Menschen in einem Punkt angekommen, wo es kein zurück mehr gibt. Entweder soll die Regierung weg, oder die Menschen sterben.
Ein Zurück gibt es nicht, denn dafür sind jetzt viele Gesichter für die Regierung bekannt, und es wird bestimmt tausende Hinrichtungen später geben, Dank USA und Israel!

Scully
Scully 4 years ago

das ist nicht so schlimm. Sachschaden ist reparabel. Aber der Vertrauenslust ist nicht reparabel und deshalb sollte sich die Führung nun langsam aber sicher um die Menschen kümmern.

zoye
zoye 4 years ago

Wurde Neda von der islamischen Bassidsch-Miliz hingerichtet? Das behauptet der Arzt, der nach dem Schuss auf die iranische Studentin erste Hilfe geleistet hatte. Arasch Hedschasi sagte dem britischen Sender BBC, die umstehende Menge habe einen der Miliz angehörenden Motorradfahrer als Schützen ausgemacht. Zuerst seien alle davon ausgegangen, der Schuss sei von einem Häuserdach gekommen. Aber dann hätten die Menschen den Mann auf dem Motorrad entdeckt, ihn gestellt und entwaffnet.
„Ich habe gehört wie er sagte: ‘Ich wollte sie nicht töten‘“, so Hedschasi. Die umstehenden Menschen hätten seinen Ausweis genommen und Fotos gemacht, und dann hätten sie ihn laufen lassen, weil sie nicht wussten, was sie sonst mit ihm tun sollten.
Wer sind diese Bassidsch?
Schlägertrupps der Mullahs. Sie sorgen für Ordnung, auch mit Gewalt, falls das Regime bei inneren Angelegenheiten in Bedrängnis geraten sollte. Bis zu eine Million Bassidsch („Freiwillige“) können mobilisiert werden. Die brutalen Schläger treten in Zivil auf, werden deshalb nicht sofort erkannt. Sie werden von den Revolutionsgarden („Armee der Wächter der Islamischen Revolution“) kontrolliert und sind dem Ajatollah Ali Chamenei treu ergeben.
Während des „Karikaturen-Streits“ im Jahr 2006 griffen die Kämpfer mit Steinen und Brandsätzen die deutsche Botschaft und andere diplomatische Vertretungen in Teheran an.
Die Bassidsch jetzt öffentlich anzuprangern birgt für den Arzt, der in Großbritannien studiert, ein großes Risiko. Vielleicht wird ihm künftig die Einreise in seine Heimat Iran verweigert. Trotzdem: Er habe sich dazu entschieden, weil er nicht wolle, dass die junge Frau umsonst gestorben sei. Ganz andere Meldungen zum Todesfall Neda verbreiten jedoch ultrakonservative iranische Medien: Demnach hätte eine Untersuchung ergeben, dass es sich bei der benutzten Waffe um Schmuggelware handele. Und die Zeitung „Watan Emrus“, die Präsident Mahmud Ahmadinedschad unterstützt, beschuldigte sogar den BBC-Journalisten Jon Leyne, den Mord für seine Dokumentation in Auftrag gegeben zu haben. Leyne wurde inzwischen des Landes verwiesen.
Neda Agha-Soltan war bei den Protesten gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl erschossen worden. Die Bilder der blutenden und sterbenden jungen Frau, die noch immer nicht zweifelsfrei als echt identifiziert werden konnten, kursieren seit dem Wochenende im Internet und haben aus der Studentin eine Symbolfigur für den Widerstandskampf im Iran gemacht.

Ich kann immer noch die schrecklich Video von ihrem Tod nicht vergessen. TRAURIG.................... dieser Samstag werden wir zwischen Marienplatz u. Stachus zum Gedenken an Neda eine Rede halten u. Kerzen anzünden.

AliGee
AliGee 4 years ago

Ich verstehe nicht warum die Westen ein Drama draus machen. Es sollte nicht passieren, aber es ist leider dazu gekommen. NEda ist tot und khuda biamorzesh.
Wer kümmert sich denn um die zig Tote, die jeden Tag in Afghanistan und Pakistan sterben? Und da weiß man es 100%ig, dass es die Amis sind. Dort wird es nur am Rande erwähnt, dass es bei dem Gefecht 10 Zivilisten ums Leben gekommen sind.
Ich hasse diese Medien !

Scully
Scully 4 years ago

Daran sind doch wir selbst schuld. Kein Afghane hier im Land erhebt den Haupt und sagt was. Statt dessen werden hier Hochzeiten gefeiert und wilde Diskussionen geführt, wie die Politik in Afghanistan aussehen könnten. Und tagsüber wird fleissig Schwarzgeld verdient.

AliGee
AliGee 4 years ago

haha, genau… Bei uns wird nur diskutiert, wie könnte es aussehehn wenn der und der das machen würden. Alles nur “Gape moft” undkeine wahre Taten!

So muss man sich der Welt zeigen! http://www.youtube.com/watch?v=BtKshycrCrs

zoye
zoye 4 years ago

@ scully

ich stimme dir total zu

Please login to comment