نامزدهای انتخابات ریاست‌جمهوری افغانستان بر سر جزئیات تشکیل دولت وحدت ملی به توافق رسیده‌اند، اما دو طرف تمام امروز را مشغول گفت‌وگو بر سر چگونگی اعلام نتیجه انتخابات بوده‌اند.محمد محقق، معاون عبدالله عبدالله، یکی از نامزدهای انتخابات ریاست‌جمهوری، به بی‌بی‌سی گفته است که بر سر همه مسایل از جمله چگونگی اعلام نتیجه انتخابات موافقت شده و اکنون توافقنامه تشکیل دولت وحدت ملی آماده امضا است.
Dies meldet der BBC. Die 2 Oberidioten haben sich geeignigt. Mal sehen wie die Geschichte ausgeht.....


Comments


Diwa
Diwa 3 years ago

Es wird leider genauso weiterlaufen, Scully jan, wie bisher. Afghanistan hat eine weitere Marionettenregierung bekommen: Das Volk wurde dazu missbraucht, seine Schlächter zu legitimieren. Es ist wieder jemand "an der Macht", der zwar die afghanische Nationalität hat, dem aber die afghanische Sache oder die Afghanen genauso sehr am Herzen liegen wie Hamid Karzai. Er wird die ausländischen Mandate verlängern -- genauso wie von ihm erwartet -- und genauso auch wie es der Deal zwischen ihm und seinen ausländischen Herren war. Außerdem wird er Afghanistan ausverkaufen und damit das Schicksal der zukünftigen und jetzigen Generationen von Afghanen besiegeln. In einem besetzten Land kann es weder Freiheit geben, noch Frieden oder gar eine echte Demokratie.

Kurz: Es lebe der Imperialismus!
WaWa
WaWa 3 years ago

Leider hat Diwa jan recht... sehr traurig.
Um ehrlich zu sein wäre mir Karzei lieber als diese 2 Vollpfosten!
Der eine ist ein Alkoholiker (Abdullah jan) und der andere spricht wie die Qawali Sänger (Ashraf Ghani jan)... Seid ihr sicher dass er Moslem ist? Sieht nämlich wie ein Hindu aus.. :)
Seine Frau ist übrigens christliche Libanesin.
Deutsch68
Deutsch68 3 years ago

Ich denke auch,dass Diwa mit ihrer feststellung, dass die bedein aufgrund eines Deals der ausländischen Herren an die Macht gekommen sind, recht hat. Aber spannend wird trotzdem sein, wie sich zwei Rivalen, die lieber die ganze Macht allein für sich hätten,  zusammenraufen (oder auch nicht?).


Zum letzten Satz: Deutschland ist seit dem 2. Weltkrieg unverändert besetzt, aber mit dem Frieden hat es trotzdem seit Jahrzehnten ganz gut geklappt, einigermaßen auch mit Demokratie und Freiheit. Man kann bleiben oder auf der Suche nach vermeintlich mehr Freiheit jederzeit auswandern ;-).  

Scully
Scully 3 years ago

Es ist schon zum Lachen, wie Menschen 2 Mal gezwungen wurden zu wählen, koste es was wolle. Finger und Köpfe wurden abgehackt. Trotzdem hat das Volk hier das Nachsehen. Man einigt sich, teilt sich die Ministerien unter einander auf und schon ist die Sache mit freien Wahlen auch vergessen und gegessen. 
Ich frage mich, warum das Volk sich so veräpplen lässt? 
Was ich mich acuh immer wieder frage: wie man kann Ghani oder Abdullah wählen, was die meisten Afghanen getan haben?
Phenomena
Phenomena 3 years ago

Die Wahl war eine reine Farce und damit Verrat an die Afghanen, die ihr Leben riskiert und teiweilese Finger verloren haben, um in den Wahllokalen ihre Stimmen abzugeben.  Das Thema Demokratie und Wahlen, von außen oktroyierte Programme, sind damit für immer gestorben. Vielleicht gut so! Kommen wir wieder zurück zur Loya Jirga, einem afghanischen Instrument zur demokratischen Entscheidungsfindung.

Dass sich Abdullah und Ghani einigen und die Macht teilen, ist nichts Neues. Inoffiziell war es unter Karzai ähnlich, d.h. Ministerposten wurden nach Ethnien verteilt. Abdullah musste jedoch offiziell eine Eingung erzielen, um seine Wähler wieder zu besänftigen. Mohammad Atta, der Provinzfürst von Balkh hatte den Mob gegen Ghani mobilisiert, denn er sah bei  einem Wahlsieg von Ghani seinen Posten gefährdet. Ghani hatte vor den Wahlen deutlich gemacht, dass er keine Provinzfürsten dulden werde.

Für Karzai ist die Zeit gekommen, um zu gehen und Platz zu machen für einen Mann, der Afghanistan weiter entwickelt. Karzai ist dazu weder intellektuell noch kapazitätsmäßig in der Lage. Unbequeme Entscheidungen, die notwendig gewesen wären, hat er gemieden. Visionen für Afghanistan hatte er nicht. Man muss wissen, dass ein afghanischer Präsident weitreichende Machtbefugnisse hat und somit vieles von seiner Kompetenz abhängt. 

Ghani hat Visionen und das politiosche und ökonomische Know-How, um Afghanistan einen wesentlichen Schritt weiterzubringen. Wichtig ist, dass es keine internen Querelen gibt, die die Arbeit der Regierung behindern.
WaWa
WaWa 3 years ago

Aghaye A. Ghani hat Visionen für Afghanistan?!!!
ist schwer vorstellbar, aber ich hoffe sehr, dass es wahr wird.

Phenomena
Phenomena 3 years ago

Ein 'besetztes' Land ist ja nicht per se etwas Schlechtes, wenn man die positiven Aspekte für sich nutzen kann. Für Afghanistan und die afghanischen Führer heißt es, nicht immer ihr persönliches Interesse zu sehen, sondern zur Abwechslung mal etwas für das Land machen. Die Möglichkeit dazu hätten sie. Die sog. 'Imperialisten' hindern sie nicht daran, dass sie ihre Mädchen in die Schule schicken, Korruption bekämpfen. 

Aus historischer Beobachtung heraus weiß man mittlerweile, dass bestimmte Faktoren für den Erfolg eines Staates maßgeblich sind:

1. Säkularisierung: Trennung von Religion und Staat, d.h. Sharia adieu!
2. Offenheit, Toleranz u. Individualismus, d.h. Religionsfreiheit, Meinungsfr. etc., Austausch
3. Bildung, insbesondere Förderung der Frauen in der Bildung
4. Abschaffung von Feudalstrukturen, Entstehung eines Bürgertums
5. Rechtsstaatlichkeit, d.h. in erster Linie Rechtsklarheit und Rechtssicherheit


Phenomena
Phenomena 3 years ago

Die neue Regierung sollte sich ernsthaft an die Arbeit machen und zuerst den Schwerpunkt auf Sicherheit und Bildung legen. Danach kann man sukzsessive die anderen Themen abarbeiten.
WaWa
WaWa 3 years ago

bin einverstanden. Sicherheit, Arbeitbeschaffung und natürlich Bildung.
Was den oben erwähtnen 2. Punkt angeht: 2. Offenheit, Toleranz u. Individualismus, d.h. Religionsfreiheit, Meinungsfr. etc., Austausch - erwarte ich von Mr. Ghani NULL! Denn wie die Tagesschau.de schreibt: "Ashraf Ghani ist ein kleiner, drahtiger Mann, der sich gewandelt hat. Früher trug er gerne westliche Kleidung. Heute trägt er lange Hemden über weit geschnittenen Hosen. In der Hand hält er meistens eine Gebetskette."
wie wahr...
Diesen Sinneswandel habe ich schon sehr oft bei Männern festgestellt. Und zwar nicht nur Muslimen. In jungend Jahren denken sie überhaupt nicht an Religion (Haram, Halal, etc.), Partys sind erlaubt, Alkohol wird getrunken aber sobald sie älter werden, dann werden sie zu grössten Mullahs! wieso?! :)

hmm ja ok, ich schweife vom Thema ab.. :)
Anyway, den Artikel von tageschau.de hab ich wirklich gut gefunden. Hier der Link: http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-ghani-100.html
Deutsch68
Deutsch68 3 years ago

Ghani trägt jetzt Dinge, die ihn als volksnahen Menschen ausweisen sollen. Kommt in Afg bestimmt besser als Kleidung zu tragen, die wirkt wie an die Amerikaner angepasst und dabei ein Whiskeyglas zu schwenken.

Aber viel wichtiger ist ja, was er für Afg. tatsächlich erreichen kann und wie er seine Mitstreiter dafür mitziehen kann.

Scully
Scully 3 years ago

Ghani ist ein gebildeter und intelligenter Mann, der tatsächlich viel erreichen könnte, wenn er es geschickt und staatmännisch anstellt. Doch wenn man die Lage des Landes von allen Perspektiven betrachtet, dann habe ich 0 Hoffnung. Es werden wieder lange 5 Jahre......wo das Volk am Ende mit leeren Händen dasteht. 
Aber das Volk kann ja auch was tun?, oder?
Phenomena
Phenomena 3 years ago

Scully, so ist es. Jedes Individuum und das gesamte Volk kann Verantwortung übernehmen. Die Kriegsgeneration ist dazu leider nicht in der Lage, da die Mehrzahl völlig traumatisiert und retardiert ist. Zudem leben noch fast alle Kriegsverbrecher, die vom Krieg profitieren, und bekleiden sogar Spitzenpositionen. Die Hoffnung ist die neue Generation, die in der Post-Taliban Ära, d.h. in relativen Friedenszeiten geboren sind und eine 'Zivilgesellschaft in Entwicklung'  kennen, Zugang zu Bildung und Medien haben, Reisen können, etc. Man sollte nicht zu hohe Erwartungen haben und die kleinen, aber nicht immer auf den ersten Blick sichtbarebn, Fortschritte schätzen. Für mich ist jeder Tag wie in den letzten 13 Jahren ein Fortschritt, da allein die Abwesenheit von Krieg zur Stabilität beiträgt. Es wächst eine neue Generation heran, die diesen Frieden und das bisher Erreichte verteidigen möchte.
 
Das größte Problem bzw. Risiko, das ich im Moment sehe,

1. ist der Brain Drain aus Afghanistan. Die deutschen Asylantenheime sind voll von Afghanen. Vele junge Afghanen, die etwas drauf haben, verlassen das Land. Wer bleibt letztendlich dort: Die Armen und Ungebildeten, mit denen die Warlords ein leichtes Spiel haben.

2. wir haben mit Pakistan einen Nachbar, der eine sehr 'dreckige' Außenpolitik betreibt, in dem er mit Terroristen und Fundamentalisten paktiert, um seine eigenen außenpolitischen Interessen zu realisieren. Wie soll man mit so einem Nachbarn Frieden u. Stabilität erlangen können? Dort werden, analog zu der Massentierhaltung in Europa, in den von Saudi Arabien finanzierten Madrassas Selbstmordattentäter 'produziert', die sich jeden Tag in AFG in die Luft sprengen. Dieses Problem kann nur durch Abschreckung gelöst werden, d.h. wenn Afghanistan über die notwendige militärische und nachrichtendiensliche Stärke verfügt, um Pakistan ebenfalls mit den selben Instrumenten zu destabilisieren, d.h. die paschtunischen Taliban gegen die Regierung in Islamabad mobilisieren. Dafür braucht man einen guten Nachrichtendienst und viel Geld.


Deutsch68
Deutsch68 3 years ago

Die Taliban in Pakistan haben schon angekündigt, dass sie die Terrormiliz IS in jeder Form unterstützen werden, zu der sie in der Lage sind.

Andererseits gibt es menschen, die meinen, dass der neue afghanische Präsident "gemäßigte Taliban" bei seinen Regierungsaktionen einbinden muss, um einen halbwegs stabilen innenpolitischen Frieden in Afg. herstellen zu können.

Was sollen eigentlich "gemäßigte Taliban" sein? Welche, die darauf verzichten, sich selbst auf öffentlichen Plätzen in die Luft zu sprengen? Was wären die Folgen, wenn man "gemäßigte Taliban" an der Regierung Afghanistans beteiligt?


Phenomena
Phenomena 3 years ago

Gemäßigte Taliban ist völliger Unsinn, weil es sie nicht gibt. Die ahnungslosen deutschen Politiker greifen diesen Mist, den irgendein Idiot ihnen in Kabul aufgetischt hat, auf und gehen damit auf Werbetour. Das ist so, als wenn ein Raucher meint, seinem Körper weniger zu schaden, wenn er von Marlboro auf Marlboro Light umsteigt.

 
1. Die Einbindung der sog. gemäßigten Taliban war und ist immer eine paschtunische Idee, um das Wohlwollen der Paschtunen im Land zu gewinnen. Die größte Sorge der Paschtunen besteht nämlich  im Moment darin, dass sie ihre absolute Macht mit Tadjiken/Panjshiris teilen müssten. Um das zu verhindern, paktieren selbst die westlich orierntierten Technokraten, wie Ghani, mit den Taliban (mehrheitlich Pashtunen, Tschechnen, Araber,...), obwohl ihnen bewusst ist, dass Taliban gegen jede Art von kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung sind. Ganz zu schwiegen von Frauenrechten und Bildung, die als große Errungenschaft proklamiert wird. Alle anderen Ethnien wissen ganz genau, dass mit den Taliban kein Staat zu machen ist und sind folgerichtig dagegen. Die Taliban sind Waisenkinder aus inzestuösen Beziehungen, die in einer modernen Zivilgesellschaft nichts verloren haben. Sie ghören in die Tribal Areas, wo steinzeitähnliche Verhältnisse vorherrschen.

2. Die Taliban sind keine eigenständige Gruppe oder politische Partei. Sie sind Handlanger des pakistanischen Gehemdienstes und der wahabitischen Golfstaaten, ihrer Schöpfer, d.h. Taliban in die Regierung zu holen, hieße Pakistan & Co in die Regierung holen. Genau das wird Ashraf Ghani versuchen, damit seine paschtunische Basis in Afghanistan gestärkt ist. Pakistan hat mehrmals öffentlich geäußert, dass sie ausschließlich die Paschtunen unterstützen.

Im Übrigen sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass das Hauptproblem Afghanistans nicht die Taliban sind, sondern eine korrupte und unfähige Verwaltung in Kabul. Die Taliban werden, abgesehen von Selbstmordanschlägen, in Afghanistan nicht viel anrichten können bzw. eine gewisse Entwicklung rückgängig machen können.
Scully
Scully 3 years ago

Und was ist mit Iran? Die Ayatollahs stecken mit den Russen tief im Dreck und tun alles um ihre Ideologie in Afghanistan zu verbereiten. 
Moral der Geschichte:  Vom Rechts und Links, von  Unten und Oben steckt Afgh in der Scheisse. Sowie Pheno Jan immer wieder betont, ist die Tatsache, dass dieses Land Denker, Macher, Dichter, Künstler, etc braucht um wieder aus der Hölle zu entkommen. Und wenn die jungen Menschen das Land fluchtartig verlassen, dass ist die nächste Taliban-äre wieder vor der Tür.

Phenomena
Phenomena 3 years ago

Scully, klar versucht jedes Land Afghanistan in seinem Sinne zu beeinflussen. Dies gilt für Iran, Indien, China und Pakistan. Allerdings, und das ist der wesentliche Unterschied, macht kein anderes Land gemeinsame Sache mit Salafisten/Wahabiten und schickt im Namen des Islam Selbstmordkommandos nach Afghanistan. Für Pakistan ist Afghanistan von existenzieller Bedeutung.

Irans Einflussnahme ist zum anderen auch nachvollziehbar, denn sie fühlen sich an ihren Grenzen von einer Weltmacht zurecht bedroht, die Iran zerstören möchte. Im Grunde sind die Russen und Iraner viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Der Iran fürchtet, dass die USA dafür sorgen könnten, dass er das gleiche Schicksal erleided wie der Irak oder Syrien. Russland ist im Moment ebenfalls vom Westen  isoliert worden und hat zudem selbst mit Fundamentalisten im Kakukasus zu kämpfen.

Dass jeder halbwegs kluge Mensch Afghanistan verlässt, ist für mich absolut verständlich. Schaut euch doch mal das Chaos in der islamischen Welt von Algierien bis Pakistan an. Glaubt irgend jemand, dass es dort besser werden wird? Mitnichten, die Barbaren und Menschenschlachter werden Dank einer dummen westlichen Außenpolitik von Tag zu Tag mächtiger. Die Fehler wird man erst korrigieren, wenn der Terror auch hier angekommen ist.







N00R
N00R 3 years ago

Salaam,

es hat massiven Wahlbetrug gegeben, den anders ist es nihct zu erklären, dass Ghani auf einmal gewonnen haben soll, obwohl er im ersten Wahlgang und auch schon 2009, deutlich hinter Abdullah zurück geblieben ist.

Kritisierte er  2009 noch Karzai dafür, dass er einige Gefangene freigelassen hat und dass er den "schlächter" Dostum in sein Kabinett behalten hat.  Hat er jetzt selber  Dostum als seinen ersten Minister ernannt, da er ihm nützlich bei Stimmenfang war und unter seinen Wahrversprechen war auch die Freilassung der Gefangenen. Er ist ein opportunist. Die lange Gebetskette und Kleidung, alles nur Schein. Mann könnte meinen: Keine schlechte Eigenschaft für einen gewieften Politiker... passt er sich doch der Lage an. Doch leider ist er alles andere als gewieft. Er macht er ehr einen lächerlichen und hilflosen Eindruck, als dass er Herr der Lage wäre. Ein deutlicher Rückschritt gegenüber Karzai.

Die meinste zeit seines Lebens hat er in westlichen Unis verbracht und Teil seines Images ist es auch als  "marde motafakere bozorge jahan" zu gelten. Hoffen wir dass er aus diesem universitären Wissen, irgendeinen praktischen Nutzen für das Land ziehen kann.


 




Phenomena
Phenomena 3 years ago

Ob er besser oder schlechter als Karzai ist, wird sich zeigen. In Afghanistan muss man sich leider immer fragen, was das kleinere Übel für das Land ist und nicht wer für das Land die beste Lösung sein kann. Als intergerer und patriotischer Politiker schaffst du es ehe nicht auf die Kandidatenliste für die Präsidentschaftswahlen, so dass am Ende die 'üblichen Verdächtigen' wieder an der Macht sind und es nur um Posten und Geld geht, d.h. alle versammeln sich um den Fleischtopf (Drogen- u. Hilfsgelder) und wollen darauf Zugriff haben. Darum geht es in Wahrheit und nicht um die Belange Afghanistans und seinem Volk!!
Aber: Jedes Volk verdient die Regierung, die es hat!

Jazabak
Jazabak 3 years ago

Ich bin ziemlich gespannt wie er sich so macht... 

Aber er allein kann Afghanistan nicht voranbringen. Die Bürger Afghanistan müssen auch alle mit anpacken und für ihre Rechte kämpfen! 

Was meiner Meinung nach als erstes getan werden sollte ist, dass man Staat und Religion trennt, da man mit Religion nicht weiterkommt, nicht in einem Land wie Afghanistan wo die Menschen mit/durch Religion sehr leicht zu manipulieren sind. 

und diese besc*** Korruption muss abgeschafft werden bzw korrupte Politiker müssen ihre gerechte Strafe bekommen

ach es gibt sooooooo vieles zutun :/ 


Jazabak
Jazabak 3 years ago

Peinlichster Wahlkampf ever! 

az März/April shoro kadan ta September :/ 


N00R
N00R 3 years ago

... nicht nur peinlich, sondern mit 2 Mio Fake Stimmen auch rekordverdächtig was Ausmaß des Betruges anbelangt.

Ashraf Ghani, wie auch Karzai oder Zalmay Khalilzad (Wollte der auch nicht Präsident werden ?) ist ein Berater der US Regierung. Mit dem konnten sie am besten, deswegen wurde er auch bevorzugt. Er war auch von Anfang an mit dabei und hat die Politik Afghanistans hinter der Bühne auch mit gestaltet, und ist somit kein neues Gesicht, sondern steht für die Kontinuität des bestehenden.

Nach dem ersten Wahlgang stand aber Abdullah als Sieger so gut wie fest. Und hätten die Amis den Willen des Volkes respektiert, hätten sie spätestens da ihre Unterstützung aufgeben sollen und Abdullah als Sieger akzeptieren sollen. Aber sie hielten an ihren Favoriten fest und veranstalten hinter der Bühne diesen Kuhandel, der dem Land jetzt diese seltsame Konstruktion mit der Doppelspitze bescherte. Diese wird bestenfalls konstruktiv zusammenarbeiten, schlimmstenfalls droht Streit, mit verherenden Auswirkungen für das Land und die Gesamtsituation.

Ashraf Ghanis Plan für den Frieden baut auf Prinzip Hoffnung. Er ist der Meinung, dass nach 10 Jahren Krieg alle Beteiligten, insbesondere Pakistan, Übereinkunft darüber haben, dass es keinen Sinn macht, die Aufständischen weiter zu unterstützen. Und deswegen mit seiner Regierungszeit die goldene Zeit des Friedens anbrechen wird und er mit seinem Charisma, der Gebetskette in der Hand und dem "Patu" auf der Schulter, als einer der Großen in der Geschichte Afghanistans eingehen. Wenn jetzt so einer Hoffnungsträger für das Land sein soll, dann ist wirklich alle Hoffnung verloren.

Jazabak
Jazabak 3 years ago

Ich finde es total interessant, dass seine Frau aus Libanon ist ...

ihr farsi ist sau süss! lol -----> off-topic :D 

Aber aufjedenfall finde ich es iwie hm wie nennt man sowas...naja aufjedenfall khub kar kada dass man seine Frau an seiner Seite sieht und sie ihn unterstützt usw. 



Phenomena
Phenomena 3 years ago

Ghani ist 1973 zusammen mit Zalmai Khalilzad und dem älteren Bruder von Hamed Karzai nach Libanon gegangen, um an der American University zu studieren. Danach sind sie gemeinsam in die USA - dort muss er wohl seine Frau kennengelernt haben. Khalilzad hat auch eine jüdische Amerikanerin österreichischer Abstammung geheiratet. Alles alte Connections!

Aber es war schon mehr als lächerlich, als Khalilzad, ein ehemaliger Spitzenbeamter der USA  (zudem noch ein US Staatsbürger,ehemal. Bushs Berater für den Mittleren Osten und Zentralasien, ehemaliger Botschafter der USA in Kabul und Baghdad, ehemal. US Vertreter bei den Vereinten Nationen) nach Bushs Abgang plötzlich für die afghanischen Präsitendschaftswahlen kandidieren wollte.  Was soll man denn von solchen Wahlen und insbesondere solchen Regierungen halten!?
Diwa
Diwa 3 years ago

“The monarch… was a very poor man compared with the new one, the ‘sovereign nation’. In liberalism we have only the continuation of the ancient contempt for the Self.”
“Certainly many privileges have been eliminated through time but only for the benefit of the State…and not at all to strengthen my Self.”
(Max Stirner)

"The very theory of the sovereignty of the people [via democracy] contains its own negation. If the entire people were truly sovereign there would no longer be either government or governed; the sovereign would be reduced to nothing; the State would have no raison d’etre, would be identical with society and disappear into industrial organization."
(Daniel Guérin)

Zitat Phenomena: "Ein 'besetztes' Land ist ja nicht per se etwas Schlechtes, wenn man die positiven Aspekte für sich nutzen kann. Für Afghanistan und die afghanischen Führer heißt es, nicht immer ihr persönliches Interesse zu sehen, sondern zur Abwechslung mal etwas für das Land machen."

Phenomena jan, du verlangst von Hyänen, die sich von Aas ernähren, dass sie sich verhalten, wie ein Löwe es tun würde? Das wird niemals passieren, das spricht gegen das Gesetz der Natur. EIne Hyäne wird weder dir zuliebe noch mir zuliebe ihr Wesen verändern.  ;-)
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"Dialectic is here understood in the grasping of opposites in their unity or of the positive in the negative."
(Hegel)

Und dazu, dass ein Übel nicht per se übel sein muss, das folgende Lied und dieses anschauliche Bild hier. Und um meine Botschaft zu unterstreichen außerdem noch ein Gedicht:



(Street Art aus München)

"Aber die Lauen" 

Die da eintreten
für Kriege
ohne Greuel
für Hinrichtungen
ohne Grausamkeiten
für Verurteilungen 
ohne Hinrichtung
für Strafvollzug
ohne Schläge
für Verhöre
ohne Folter
für Folter 
ohne bleibende Schädigungen
für Ausbeutung
ohne zumutbare Härten
sollen gesegnet sein
ohne Segen
oder sollen verflucht sein 
ohne Fluch 

(Erich Fried)

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Zitat Phenomena: "Die sog. 'Imperialisten' hindern sie nicht daran, dass sie ihre Mädchen in die Schule schicken, Korruption bekämpfen."

Es sind keine "sogenannten" Imperialisten, Pheno jan, sondern tatsächliche. Und daher sind auch die Anführungsstriche, die du dort angebracht hast, recht überflüssig. Sich dem Imperialisten anzuvertrauen, gleicht einem Selbstmord. Da kannst du dir auch gleich selbst die Kugel geben.







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