Fundsache, Nr. 686

Doch Leben im All?

Schon 2004 hatte die Nasa-Sonde “Stardust” den Kometenstaub eingesammelt.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die Theorie, dass einzelne Bausteine des Lebens aus dem All auf die Erde kamen, erhärtet sich nach Einschätzung von Experten. Erstmals sei ein fundamentaler Baustein für Proteine in einem Kometen entdeckt worden, teilten Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Aminosäure Glyzin sei in Partikeln des Schweifs des Kometen “Wild 2” gefunden worden. Nach Einschätzung von Carl Pilcher, dem Leiter des Nasa-Instituts für Astrobiologie, erhärtet der Fund die These, dass Leben im Universum eher normal als selten ist.

Die Nasa-Sonde Stardust hatte die Partikel im Januar 2004 in einem Sonnensystem 390 Millionen Kilometer von der Erde entfernt eingesammelt. Zwei Jahre später wurden die Bestandteile mittels eines abgekoppelten Kanisters zur Erde zurückgeschickt und landeten in der Wüste des US-Bundesstaates Utah.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Nasa erstmals über die Entdeckung des Glyzins berichtet. Es ist die einfachste der 20 auf der Erde existierenden Aminosäuren. Die Forscher mussten allerdings nachweisen, dass der Proteinbaustein nicht von der Erde stammt.

Wissenschaftlern zufolge befinden sich in Kometen wie “Wild 2” gut erhaltene Inhaltsstoffe von Materialien aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Diese könnten Aufschluss über die Bildung von Sonne und Planeten geben. Laut der Nasa-Astrobiologin Jamie Elsila sind bereits zuvor Aminosäuren in Meteoriten, aber nicht in Kometen gefunden worden.


Comments


fuma741
fuma741 4 years ago

WIR sind nicht allein…... (Es gibt auch andere nationalitäten als Afghane)
Please login to comment