Temoryan - 3 years ago

Afghanen in Deutschland


Man spricht sehr viel über die Türken und Araber, das sie sich nicht bemühen zu integrieren und nicht die D-Sprache lernen.

Was ist mit Afghanen? Sind wir besser  in der Schule als die Türken und Araber? Haben unsere Kinder eine Schulabschluss?

Wieviele Afghanen machen Abitur und studieren danach? Arbeiten Afghanen oder leben sie von Arbeitlosengeld?

Haben wir uns eigentlich integriert? Wenn ja, wie sieht ihre Inegeration aus?

 

Ich freue mich auf Eure zahlreiche Beiträge.

T

Subjects: Kultur Afghanen integeration Sprache

Comments...

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  • um sich zu integrieren bruacht man doch nicht einen Deutschen zu heiraten. Für eine erfolgreiche Integeration braucht man natürlich ausreichend Sprachkenntnisse, Deutsche Freunde damit man auch die Soziale Kontakte hat und die Deutsche Traditionen kennenlernt. 

    Das geht dann soweit, wenn man Heiraten mit Integration verbindet. 

    Ich glaube schon das ich integriert bin und ich hatte nicht mal für eine Sekunde den Gedanke eine Deutsche zu heiraten!!!!

     

  • ganz deiner meinung T-jan! Ich rede jetzt von mir und ich könnte mir niemals vorstellen einen ausländer zu heiraten. Denn heirat ist was heiliges und etwas was lebenlang halten soll. Und sowas könnte ich einfach nicht mit einem, der keine ahnung von meiner religion und kultur hat. AUch wenn viele unsere kultur kennen, sich wie ich zu fühlen ist doch was anderes. Ausserdem denke ich an meine eltern, was würden die von ihm halten? Und wie wollen sie sich mit ihm unterhalten? Mein mann muss sich mit meiner Familie verstehen und die position des sohnes einnehmen! Das war mir schon immer wichtig und bleibt auch so! ;)

     

    Doch die die, mit einem ausländer bzw. einer ausländerin verheiratet sind, denen wünsche ich viel glück und ja.. jedem das seine! wir sind alle ein individium und haben verschiedene ansichten! :)

     

  • Wawajan , deine meinung finde ich sehr gut , vorallem dass du um deine Eltern denkst und alles für die tuen würdest eine Note 1 für dich . Ich hoffe nur , dass alle unsere afghanische frauen so denken wie du es gerade erläutern hast.

     

    namekhoda afarin

     

  • Wah, wah, wah,

    ich habe doch nirgends geschrieben, dass man zur perfekten Intergration in einem Land auch mit Einheimischen verheiratet sein muss – ich habe gefragt , ob es afghanische Eltern gibt, die eine solche Eheschließung für ihre Kinder als Integrationsförderungsmittel befürworten bzw. unter diesem Gesichtspunkt in Erwägung ziehen. Aber scheinbar tun das ja nichtmal ihre Kinder :-P.

    Wieso geht eine derartige Eheschließung “zu weit”, Temoryanjan ? Zu weit in welche Richtung und mit welchen von Dir befürchteten Folgen ?

     

  • wegen unsere super arische Rasse ;-) wir wollen doch unsere Rasse nicht vermischen lollllll

     

  • Also die Folgen sind:

    1. Kulturunterschiede führen zum Problem

    2. Religionsfrage welche Religion sollen die Kinder haben christ oder muslim?

    3. Keine afghanische Traditionen mehr praktizierbar

    4. Verlust an eigene Background, Kultur, Tradition, Sprache von den kindern

    5. unsere Sprache Dari/Pashtu geht für immer dann verloren

    6. Bruch mit der Familien, weil die Kinder das nicht mehr mitkriegen was Familienbindung bedeutet. Da die Deutschen nicht viel Wert auf Familiezusammenhalt legen.

    und und und …................

     

  • Temoryanjan,

    in Teilen hast Du sicher Recht mit den von Dir befürchteten Folgen einer Mischehe.

    Insbesondere resultiert daraus eine größere Abstimmungs- und Erklärungsnotwendigkeit , um von seinem Ehepartner in seiner “Strickart” verstanden werden zu können. Das betrifft dann auch relative banale Aspekte, in denen sich Ehepartner identischer kultureller Herkunft sozusagen “blind” verstehen. 

    Und auch die eigenen Sprachnkenntnisse sind mit einem Nichtafghanen natürlich weitaus schieriger zu pflegen als mit Landsleuten. Für meine Begriffe lässt sich in fast allen von Dir als Befürchtung genannten Punkten viel entkräften bzw. als Gefahr gar nicht erst aufkommen, wenn beiderseits Aufgeschlossenheit und liebevoller Respekt für das “Anderssein” des Ehepartners besteht.  Sobald man jedoch versucht, sich den anderen nach seiner Strickart anzupassen, wird man allerdings scheitern und m.E. wäre das auch eine ungerechtfertigte Erwartungshaltung.

    Im Punkt “Religion” möchte ich mal anfragen (wenn nicht vorher schon einem die Konversion des anderen gelungen ist ;-) ), was Eltern unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit daran hindern sollte, ihren Kindern beide zu vermitteln und es dem Kind zu überlassen, welcher Richtung es sich anschließen möchte bzw. was dagegen spricht, nicht nur eine Religion in seinem Herzen zu tragen ?! 

    Zum Punkt “FAmilienzusammenhalt”, der bei Afghanen angeblich stärker ist als bei Deutschen: generell würde ich sagen, dass echter Familienzusammenhalt nur dann existiert, wenn alle daran mitwirken. Ich kenne niemanden Deutsches, der etwas gegen einen liebevollen und aufrichtigen Familienzusammenhalt und gegenseitige Unterstützung etwas einzuwenden hätte. Nur, das müssen ja alle Familienmitglieder gleichermaßen wollen und dafür einsatzbereit sein.

    Meinst Du eigentlich diese Form von Familienzusammenhalt oder eher den vorbehaltlosen, liebevollen Respekt der jüngeren Familienmitgliedern den älteren und ihren Eltern gegenüber ?

    Aus Deinen Befürchtungen lese ich die Angst vor Verlust/Beschädigung der eigenen kulturellen Identität heraus ?

    Möchten Afghanen in Deutschland sich generell davor schützen ? Welche Instrumente wenden sie denn dafür an und in welchen Bereichen ergeben sich daraus Hindernisse für eine Integration ? Hat schon mal ein Afghane einen Art “Kulturverein” zur bewussten Pflege der Sprache, Sitten und Gebräuche geründet ? Gibt es Literaturzirkel, in denen Bücherfans sich über persische/orientalische Autoren austauschen ?

    Wäre jemand von Euch daran interessiert, so etwas in seinem Umfeld ins Leben zu rufen ? An der Schule miener Kinder wird als Wahlpflichtfach “Dari“ jetzt übrigens für Kinder persischer Herkunft von einer muttersprachlichen Lehrerin angeboten.

    Gibt es so etwas an Euren Schulen auch ?

     

  • Im Punkt “Religion” möchte ich mal anfragen (wenn nicht vorher schon einem die Konversion des anderen gelungen ist ;-) ), was Eltern unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit daran hindern sollte, ihren Kindern beide zu vermitteln und es dem Kind zu überlassen, welcher Richtung es sich anschließen möchte bzw. was dagegen spricht, nicht nur eine Religion in seinem Herzen zu tragen ?!

    Ich als Muslim möchte ich natürlich das meine Nachkommen auch Muslim sind und nicht Christ oder sonst was! Ich bin ein überzeugte Muslim und wie kann ich das veranlassen, dass meine Kinder Christ werden!!!

    Meinst Du eigentlich diese Form von Familienzusammenhalt oder eher den vorbehaltlosen, liebevollen Respekt der jüngeren Familienmitgliedern den älteren und ihren Eltern gegenüber ?

    Natürlich gibt es auch Deutsche Familien die sehr starke Familienzusammenhalt haben, aber solche Familien findet man selten. Bei uns Muslime egal welche Herkunft kannst du dich auf die Familie verlassen.
    Auch das Thema Respekt in der Familie unterscheidet sich sehr zwischen uns und die Deutschen.

    Aus Deinen Befürchtungen lese ich die Angst vor Verlust/Beschädigung der eigenen kulturellen Identität heraus ?

    Angst haben die schwachen. Wenn man von sich und seien Herkunft bewußt ist dann hat man keine Angst.
    Ich bin 100% sicher je mehr man über sich selbst, seine Herkunft, geschichtliche Hintergründe, Familienzugehörigkeit weißt desto besser kann er sich in der D-Gesellschaft integrieren.

    Natürlich gibt es auch hier in München Afghanische Kulturverein und afghanische Moscheen, die zum Informationsaustasch dienen.

    Wie du schon weißt, wie die Afghanen sind eien sehr sehr kleine Minderheit in Bayern. Daher solche Wahlfächer in der Schule kommt nie in Frage ;) du weißt doch wie die CSU ist ;))


     

  • In welchen Bereichen der bundesdeutschen Gesellschaft fühlt Ihr Euch eigentlich integriert ? In welche wollt Ihr integriert sein und zu welchen möchtet Ihr (Sicherheits-?)Abstand behalten, weil es der eigenen kulturellen Identität zuwiderliefe ?

     

  • das kann man nicht so allgemein sagen. Es ist individuell unterschiedlich.

     

  • Mich freut schon, wenn jede/r hier nur für sich spricht ;-)

     

  • integrieren?
    http://www.youtube.com/watch?v=lllr32BWXGs

     

  • This post has been deleted, because it violates our content policy.  

  •  

  • @deutschjan

    Klingt sehr bizarr….Sprachkenntnisse benutzt man dafür, damit sein sozialen Kontakte  auszuweiten kann und das setzt du gleich mit einer Eheschließung zusammen?

     

     

  • Ilyazjan,

    ich will es nicht gleichsetzen, sondern von Euch wissen, welche Mittel und Wege Ihr nutzt oder nicht, um in einem Land, dass keine gezielte Integrationspolitik für Migranten betreibt, klarzukommen udn das für Euch sinnvoll erscheinende Maß an Akzeptanz zu erreichen.

    Ich habe Dich ja schon verstanden, dass für Dich eine Eheschließung mit einer EInheimischen nicht in Frage kommt. Gleichwohl gibt es Migranten, für die eine Eheschließung ein sehr probates Mittel ist, um hier einfacher und schneller Fuß fassen zu können (Stichwort: Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis, Jobsuche). Ok, manche betreiben nur eine Scheinehe, aber letztlich ist auch eine Eheschließung mit einem Einheimischen eine mögliche Integrationsmethode.

    Für Dich erscheint sie “bizarr” – meinetwegen. Dann ist es für Dch so udn für mich akzeptabel, dass es für Dich (und andere Deiner Landsleute) so ist.

    Was hat Dir denn für Deine Integration in Deutschland geholfen ? Wie weit fühlst Du Dich überhaupt integriert ?  

     

  • @duetschjan, bin jetzt müde….ich werde deine Frage morgen beantworten.

     

  • Meine Integration hat mir insofern geholfen, dass ich in Punkten Bildung & Arbeit mich sehr schnell zu Recht gefunden habe.In der Schule lernt man die westliche Kultur kennen und die moralische Werte des Westens kennen, was nicht heißen soll, dass man sie annehmen soll-nur man erkennt sie und versteht, wie westliche Gesellschaften  leben und wie sie funktionieren.

    Ich glaube, Afghanen,  die ein gesundes Gewissen haben, können sich problemlos integrieren.Es liegt an uns, ob wir die Offenheit, Ehrlichkeit, Disziplin…etc. und gewissenhaftes Handeln dieser Kultur in der Menge, die für uns zum Teil gesund vorkommt,  aufnehmen bzw. annehmen oder nicht.

    Leider definieren  unsere afghanischen Landsleute oft das demokratische Leben im Westen falsch bzw. praktiziere sie  nicht in der Form, in der es eigentlich sein müsste, d.h. wir  eignen uns unsere  „Azaadi“  in negativer Hinsicht schneller….die Punkte, die ich meine, kann sich sicherlich jeder selbst ausdenken.

    Das hat nichts mit Integration zu tun, denn jedes Individuum muss sich selbst darüber im Klaren sein, wo die Grenzen jeder Handlung liegen und wo bereits eine unkluge Tat beginnt, außerdem muss es nicht sein , dass ein Afghane, der  in Deutschland  geboren ist bzw. aufgewachsen ist, sich der westlichen Welt hingezogen fühlen- es reicht schon, wenn man die Ideologie versteht und das „erntet“, was einem weiterbringt, doch da scheitet meistens die Integration und der  Grund meistens: mangelnde Sprachkenntnisse.

     Integration ist  ein Prozess, bei dem beide Seiten gefordert sind,-ist sie zum Scheitern verurteilt, besteht die Gefahr, dass sich in unseren Großstädten Parallelstrukturen verfestigen bzw. Parallelgesellschaften sich bilden.

    Theoretisch gesehen hat  Integration nur Vorteile, da sie die Nachteile von Einwanderungen korrigiert und somit eine Parallelgesellschaft nicht existieren kann, leider ist das nicht immer der Fall.

     

  • Ilyazjan,

    vielen Dank für Deine Antwort. Meinst Du mit “gesundes Gewissen” in etwa das Gleiche, wie Temoryanjan, wenn er als Grundvoraussetzung für seine eigene Integrationsfähigkeit ein fundiertses Selbstbewusstsein ansieht, also genügend Wissen über seine kuturellen Wurzeln hat ?

    In wieweit hilft einem ein gefestigtes afghanisches Identitätsgefühl bei der Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft bzw. wovor könnte es einen bewahren ?

     

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