Man spricht sehr viel über die Türken und Araber, das sie sich nicht bemühen zu integrieren und nicht die D-Sprache lernen.

Was ist mit Afghanen? Sind wir besser  in der Schule als die Türken und Araber? Haben unsere Kinder eine Schulabschluss?

Wieviele Afghanen machen Abitur und studieren danach? Arbeiten Afghanen oder leben sie von Arbeitlosengeld?

Haben wir uns eigentlich integriert? Wenn ja, wie sieht ihre Inegeration aus?

 

Ich freue mich auf Eure zahlreiche Beiträge.

T


Comments


afgsista
afgsista 4 years ago

also ich lebe nicht gerade an einem ort wo die afghanen ihren platz gefunden haben aba ich denke wenn ich die paar afghanen hier in meiner stadt sehe dass sie doch schon an dem niveau sind wie die türken und araber natürlich gibt es ausnahmefälle

wenns um studieren geht da kenn ich ganz wenige aba arbeiten dass ist schon bei jedenm afghanen angesagt am besten im auto handel :)

zu der intgration kann man nicht viel sagen
einerseits sind wir integriert andrerseits tragen wir noch unsere kultur und wie ich den islam noch mit uns

Temoryan
Temoryan 4 years ago

Ich wohne in einer Kleinstadt in Bayern. Wir sind nur 4 Familien und alle arbeiten und die Kinder besuchen die Realschule und Gymnasium. Ich finde es hervorragend das sie sich mühe geben eine bessere Bildung zu erreichen und das die Eltern arbeiten gehen und Vorbild für ihre Kinder sind.

Integeration ist grundsätzlich ein wenig schwer in Bayern gerade in Kleinstadt ist noch schlimmer, aber wir bemühen uns schon ;-)

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Aus Wikipedia zur Definition des Begriffs “Integration”:

Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund [Bearbeiten]

Der Prozess der Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und anwesender Mehrheitsbevölkerung. Im Gegensatz zur Assimilation (völlige Anpassung), verlangt Integration nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.

Integrationsstufen [Bearbeiten]

Die Integration umfasst vier verschiedene Stufen:

  1. Strukturelle Integration (Akkommodation): Die Migranten und ihre Kinder werden als Mitglieder der Aufnahmegesellschaft anerkannt, erhalten Zugang zu gesellschaftlichen Positionen und erreichen gleichberechtigte Chancen in der Gesellschaft. Voraussetzung hierfür ist der Erwerb von sprachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse über soziale Regeln des Zuwanderungslandes.
  2. Kulturelle Integration (Akkulturation): Durch das Lernen der Kultur und ihrer Verinnerlichung ist eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben möglich. Es erfolgt zusätzlich eine Veränderung von Werten, Normen und Einstellungen der Migranten.
  3. Soziale Integration: Die Aufnahmegesellschaft akzeptiert die Einwanderer im privaten Bereich, die an sozialen Aktivitäten teilnehmen und billigen den freien Umgang ihrer Kinder mit denen der Migranten. Gleichzeitig akzeptieren die Migranten Mitglieder der Aufnahmegesellschaft in ihrem privaten Bereich und gestatten ihren eigenen Kindern einen freien Umgang mit Altersgenossen beiderlei Geschlechts aus der Aufnahmegesellschaft.
  4. Identifikatorische Integration: Die Migranten und ihre Kinder entwickeln ein neues persönliches Zugehörigkeitsgefühl zur Aufnahmegesellschaft.

Anforderungen an die Menschen mit Migrationshintergrund [Bearbeiten]

Die Möglichkeit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben der Aufnahmegesellschaft setzt den Erwerb von bestimmten Kenntnissen, Fähigkeiten, Einstellungen und v.a. den Willen, eine weitgehende Neu-Sozialisation und Neuorganisation der Persönlichkeit einzugehen, voraus. Zentral ist hier das Erlernen der neuen Sprache und eine gewisse Kommunikationsfähigkeit und -bereitschaft gegenüber der Aufnahmegesellschaft.

Menschen mit einem Migrantionshintergrund tendieren dazu, sich Verkehrskreise innerhalb der eigene Volksgruppe aufzubauen („Parallelgesellschaften“), als Schutz vor Überforderung und sozialer Isolation. Gefährdet wird die Integration nur, wenn dieser Verkehrskreis der ausschließliche Bezugspunkt des Migranten und der nächsten Generationen bleibt.

Da Sozialisationsprozesse gerade im jungen Alter besonders schnell und nachhaltig ablaufen, ist es für eine erfolgreiche Integration wichtig, dass die Migranten die eigenen Nachkommen auf die neue Gesellschaft und nicht auf das Herkunftsland einstellen, um u.a. Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus gegenüber Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft abzubauen und ein enges Zusammenleben mit Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft zu ermöglichen. Des Weiteren müssen auch Eheschließungen zwischen Migranten bzw. deren Nachkommen und Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft, ungeachtet religiöser Hintergründe, gebilligt und zunehmend als normal angesehen werden.

Anforderungen an die Aufnahmegesellschaft [Bearbeiten]

Die Aufnahmegesellschaft muss gegenüber Einwanderern und ihren Kindern ein Mindestmaß an Offenheit aufbringen. Soll eine Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund gelingen, ist es erforderlich, sie an gemeinschaftlichen Gütern teilhaben zu lassen, insbesondere den Arbeitsmarkt und den Wohnungsmarkt zugänglich zu machen. Ein sicherer Arbeitsplatz verschafft ein festes Einkommen, Sozialprestige, Selbstverwirklichung und soziale Beziehungen. Zur Verhinderung von Parallelgesellschaften muss unbedingt von der Aufnahmegesellschaft die Bildung von Gettos ausgeschlossen werden, z. B. durch Zuwanderungsstopp ab einer bestimmten Migrantendichte pro Bezirk. Unabdingbar ist zudem ein chancengleicher Zugang zu Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, der die Integration beschleunigt. Da Schulen oder Klassen mit einem hohen Anteil an Migrantenkindern zu einer sozialen Segregation führen und den Bildungsanschluss an die Mehrheitsgesellschaft verhindern, muss überlegt werden, wie derart hohe Quoten verhindert werden können (z. B. über eine Änderung der Einteilung von Schulbezirken). Eine weitere Aufgabe der Aufnahmegesellschaft besteht darin, Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus abzubauen. Sie können durch Justizbehörden (Justiz, Polizei) oder Aufklärungskampagnen beispielsweise an Schulen verhindert werden.

Temoryan
Temoryan 4 years ago

In Zukunft bitte keine Wikipedia Beiträge das kann jeder selbst suchen und lesen.

Ich möchte das jeder aus seiner Sicht Stellung zur Thema nimmt und aus eigener Erfahrungen berichtet. Das ist viel spannender und interessant.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Temoryanjan,

ich hatte gedacht, dass eine gemeinsame Ausgangsbasis für Dein Diskussionsthema ganz hilfreich wäre. Oder darf und soll jeder unter Integration etwas anderes verstehen als soziologisch allgemeingültig definiert ? Dann besteht m.E. die Gefahr, dass man leichter aneinander vorbeiredet als es eh schon oft passiert.

Zum Thema:

Wenn Afghanen einen gleich hohen Bevölkerungsanteil an der bundesrepublikanischen Bevölkerung hätten wie die Türken, dann ergäbe sich nach meiner Ansicht das gleiche relativ kümmerliche Bild einer “gelungenen” Integration, nämlich dass diese nur einem wirklich bildungs- und fortschrittsinteressierten Teil der hier eingewanderten Afghanen gelingt – und Frauen oftmals besser als Männern.  

Asiaten bekommen ihre Integration in der Regel ganz gut hin, ohne ihre eigene kulturelle Identität dafür aufzugeben.

Bei Afghanen habe ich oft den Eindruck, dass sie meinen, es ginge nur entweder Integration = Assimilation oder möglichst 100% Erhalt der afghanischen Kultur, gespickt mit den Annehmlichkeiten des westlichen Versorgungsstandards, aus dem man sich nach Belieben die passenden Rosinen herauspickt. Also so eine Art Schwarz-Weiss-Betrachtung.

Die Ursachen dafür würden mich mal interessieren, denn ich glaube, außer in den skandinavischen Ländern, gibt es sonst in europäischen Staaten ähnlich wie in Deutschland keine mit Zielvorstellungen und brauchbaren Inhalten gestaltete Integrationspolitik.

Wenn man sich mit solchen Rahmenbedingungen arrangieren muss und hier dauerhaft leben will, welche Chancen und Möglichkeiten bleiben einem dann für eine gelungene Integration ?   

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

So sieht das in Hamburg aus:
Rund 18 000 Afghanen leben in Hamburg, dazu kommen weitere 4 000 Deutsche afghanischer Abstammung.

In Hamburg unterscheidet man drei Gruppen von Afghanen (ist eigentlich überall so^^):
1. eine kleine Minderheit – pflegt eine “islamisch-afghanische Mikrokultur”, ist kaum integriert und spricht so gut wie kein Deutsch.
2. Gruppe der voll Integrierten, deren Anteil auf etwa 40 % kommt. Die wollen nicht mehr viel von Afghanistan wissen(traurig aber wahr…..).
Schließlich die 3. Gruppe – und dieser Gruppe zähle ich mich selbst zu^^.
Das sind Menschen, die zwar integriert sind, aber dennoch die afghanische Kultur und Sprache pflegen.

Afg-Jugendliche: Haben eine sehr gute Bildung (vor allem die Girls)
Ältere Generation: Leben zurückhaltend und verhalten sich ruhig, mehr oder weniger…..;)

Die 2. Gruppe tut mir aber iwie leid und ich finde es auch sehr traurig, dass sie nichts mehr von Afghanistan wissen wollen. So verständigen sich z.B. die Eltern mit ihren Kindern auf deutsch, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann!

Wenn es afghanische Konzerte und Feste in Hamburg gibt, dann gibt es eigentlich regelmäßig Schlägereien….....

Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach.
Habe erstmal grob DAS erwähnt, was man wissen sollte…;)

Fara1
Fara1 4 years ago

Meine Aussagen basieren auf persönliche Erfahrungen:
Was die Bildung angeht, habe ich erfreulicherweise immer wieder festgestellt, dass es afghanischen Eltern sehr viel an der Bildung ihrer Kinder liegt. Auch wenn die Eltern in Afghanistan oder hier nicht die Bildung in dem Ausmaß genossen konnten, wie sie es sich gewünscht hätten, sind sie in Deutschland sehr bemüht, dass wenigstens ihre Kinder einen höheren Grad an Bildung erreichen. Man wird auf jeder Feier, auf jedem Fest und zu jedem Anlass gefragt, ob man gut in der Schule voran kommt, ob das Studium erfolgreich ist, etc. Das Interesse an Bildung/Abschluss etc. ist sehr groß. Die afghanischen Schüler erreichen größenteils den Realabschluss. Die Zahl an Abiturienten-so habe ich das Gefühl-hat sich auch gesteigert. Ich kenne sehr viele, die das Studium eingeschlagen haben, aber auch einen guten Ausbildungsplatz erlangt haben.

Weiterhin finde ich, dass die Afghanen zu denen gehören, die sich gut integriert haben bzw. sich um Integration bemüht haben als manch andere Nationen. Die Arbeit wurde von den meisten Afghanen aufgenommen. Viele sind inzwischen auch selbstständig und führen eigene Betriebe.

Was ich nur traurig finde ist, dass viele afghanische Frauen die Sprache nicht ausreichend erlernt haben und schwer in die Arbeitswelt finden. Ich wünsche mir, dass die afghanischen Frauen-die meisten unter ihnen waren berufstätige Frauen in Afghanistan-sich um die deutschen Sprachkenntnisse bemühen und hoffentlich in die Arbeitswelt schaffen. (auch wenn es nur im eigenen Familienbetrieb ist)

Temoryan
Temoryan 4 years ago

Danke für die Infos Ilyaz jan. Ich habe auch gehört das die afghanische Mädchen viel fleißiger sind als die Jungs. Es kann daran liegen, das die Jungs schneller arbeiten wollen um Geld zu verdienen damit Sie BMW oder Mercedes Benz kaufen zu können ;-) War nur Spaß!

Ich kenne welche, die Arbeiten müssten um Ihre Familie in Afghanistan oder in Pakistan zu unterstützen oder die Schulden abzahlen zu können. Daher bleibt wenig Chance zur weiterführende Schulen zu gehen und sich weiter zu bilden.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Ja, die kenne ich auch, die stehen unter dem Druck des schnellen Geldverdienens, um ihre Schleusungsschulden abzubezahlen und durch ihr Dasein im Westen dem Rest der Familie in der Heimat ein besseres Überleben zu sichern.

Aber wie findet man Arbeit bzw. welche Arbeit findet man, bei der man nicht wenigstens Grundkenntnisse der deutschen Sprache beherrschen muss ? Doch, mir fällt etwas ein: Arbeit in der Speicherstadt (Teppichlagern)- das Geschäft ist fest in persicher/afghanischer Hand in HH :-P

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

Danke für die Infos Ilyaz jan. Ich habe auch gehört das die afghanische Mädchen viel fleißiger sind als die Jungs. Es kann daran liegen, das die Jungs schneller arbeiten wollen um Geld zu verdienen damit Sie BMW oder Mercedes Benz kaufen zu können ;-) War nur Spaß!

@Temoryanjan, danke.

Einerseits dies und andererseits lassen sich Jungs viel mehr ablenken von anderen “Dingen&Tätigkeiten” und leider fangen auch zum Teil afghanische Mädchen an damit….


 

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Gibt es afghanische Eltern in Deutschland, die sich zur gelungenen Integration ihrer Kinder vorstellen können, eine Eheschließung mit Deutschen (Herkunftsdeutsche meine ich natürlich, nicht eingedeutschte Afghanen) zu befürworten ?

Kennt Ihr solche Familien ?

Würdet Ihr als Zeichen einer neuen Integrationspolitik, wie sie sich die CDU gerade selbstzufrieden an die Brust heftet, nachdem unter 16-jähriger Kohl-Regierung nullkommanix an Integartionspolitik stattfand, auch das Prinzip Leistung (nachgewiesener Besuch von Sprachkursen) gegen Gegenleistung ( Sprachkurs als Voraussetzung für den uneingeschränkten Bezug öffentlciher Leistungen, wie es z.B. in Dänemakr gang und gäbe ist) befürworten ?

Scully
Scully 4 years ago

apropos Integration: hier eine Studie von OECD (heute veröffentlicht)

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,655369,00.html

Selbst hochqualifizierte Einwandererkinder haben in Deutschland viel schlechtere Jobchancen als Einheimische. Das zeigt eine neue alarmierende OECD-Studie – die Integration der zweiten Generation gelingt vielen anderen Industriestaaten deutlich besser.

Berlin – Selbst bei gleichem Bildungsniveau haben Kinder von Migranten in Deutschland schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Besonders stark ausgeprägt ist der Unterschied ausgerechnet bei Hochqualifizierten. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstag von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgestellt wurde. Demnach haben in Deutschland 90 Prozent der 20- bis 29-jährigen hochqualifizierten Männer ohne Migrationshintergrund einen Arbeitsplatz, während es in der Gruppe der jungen Männer mit Migrationshintergrund nur 81 Prozent sind.

da kann man doch glatt heulen

Temoryan
Temoryan 4 years ago

Grundsätzlich finde ich es auch gut ohne Sprachkenntnisse keine Arbeitserlaubnis z.B. das kann nur Wirkung haben, wenn auch dem entsprechend D-Kurse geben wird.

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

@deutsch deine Frage hat wenig bzw. indirekt was mit der Integration von Afghanen zutun.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Ilyazjan,</p><p>bei meiner zuletzt gestellten Frage gebe ich Dir Recht, bei meiner davor gestellten nicht.</p><p>Scullyjan,

ja, das ist wirklich befremdlich. Aber es gibt ja auch Deutsche, die zwei Studiengänge oder Berufsausbildung und Studium erfolgreich abgeschlossen haben und trotzdem anschließend arbeitslos sind.

Wenn es übrigens heißt “Afghanen in Deutschland” – welche regionalen Unterschiede gibt es eventuell zwischen einer in München lebenden Familie und einer im hohen Norden lebenden ?

Temoryan
Temoryan 4 years ago

Die Unterschied ist, das in sSüd Deutschland wenig Afghanen leben und im norden genau das gegenteil. Außerdem es liegt an die Landesregierung. Wir in Bayern haben sehr strenge Ausländerrecht als andere Bundesländer. Wir sind mehr oder weniger mit manche Maßnahmen gezwungen sich in der Geselschaft zu integrieren. Ich finde manche diese Maßnahmen gut, sonst hätte ich das nicht geschaft was ich heute erreicht habe.

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

@deutschjan

die Frage meine ich auch ;)

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

@Ilyazjan,

dann finde ich Dich diesbezüglich etwas ignorant – denn wenn das Thema “Afghanen in Deutschland” heißt und Temoryanjan in seinen Fragen dazu auch das Thema “Integration” aufgeworfen hat, weshalb sollte es dann so ungewöhnlich sein, die Methode der Eheschließung mit Einheimischen zu wählen, die der afghanischen Sprache nicht mächtig sind und mit denen man zur Verständigung gezwungen ist, sich deutsche Sprachkenntnisse anzueignen ?

Ich kenne einige Afghanen und Afghaninnen, die diesen Weg gewählt haben und damit auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, aber unterm Strich hat es ihnen mehr genützt als geschadet, um mit den lebensumständen in Deutschland besser klarzukommen.

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

Sprache und Eheschließung sind zwei verschiedene Bereiche.

Integration hat indirekt was mit Eheschließung von Afghanen in Deutschland zutun.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Ilyazjan, aber man integriert sich doch nicht nur über die Sprache, sondern auch durch die Auswahl seiner sozialen Kontakte. Und bei Afghanen habe ich beobachtet, dass es sowohl das eine wie auch das andere gibt – einige nutzen ihre Sprachkenntnisse, um auch ihre sozialen Kontakte damit auszuweiten bzw, zu ergänzen und bei anderen werden diese nur aus Notwendigkiet benutzt, um Behördengänge erledigen zu können.

Nur weil man eine Fremdsprache beherrscht, ist das doch kein Zeichen von Integration in eine Gesellschaft, deren “angestammte” Sprache das ist ?!

Temoryan
Temoryan 4 years ago

um sich zu integrieren bruacht man doch nicht einen Deutschen zu heiraten. Für eine erfolgreiche Integeration braucht man natürlich ausreichend Sprachkenntnisse, Deutsche Freunde damit man auch die Soziale Kontakte hat und die Deutsche Traditionen kennenlernt. 

Das geht dann soweit, wenn man Heiraten mit Integration verbindet. 

Ich glaube schon das ich integriert bin und ich hatte nicht mal für eine Sekunde den Gedanke eine Deutsche zu heiraten!!!!

WaWa
WaWa 4 years ago

ganz deiner meinung T-jan! Ich rede jetzt von mir und ich könnte mir niemals vorstellen einen ausländer zu heiraten. Denn heirat ist was heiliges und etwas was lebenlang halten soll. Und sowas könnte ich einfach nicht mit einem, der keine ahnung von meiner religion und kultur hat. AUch wenn viele unsere kultur kennen, sich wie ich zu fühlen ist doch was anderes. Ausserdem denke ich an meine eltern, was würden die von ihm halten? Und wie wollen sie sich mit ihm unterhalten? Mein mann muss sich mit meiner Familie verstehen und die position des sohnes einnehmen! Das war mir schon immer wichtig und bleibt auch so! ;)

 

Doch die die, mit einem ausländer bzw. einer ausländerin verheiratet sind, denen wünsche ich viel glück und ja.. jedem das seine! wir sind alle ein individium und haben verschiedene ansichten! :)

Farid26
Farid26 4 years ago

Wawajan , deine meinung finde ich sehr gut , vorallem dass du um deine Eltern denkst und alles für die tuen würdest eine Note 1 für dich . Ich hoffe nur , dass alle unsere afghanische frauen so denken wie du es gerade erläutern hast.

 

namekhoda afarin

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Wah, wah, wah,

ich habe doch nirgends geschrieben, dass man zur perfekten Intergration in einem Land auch mit Einheimischen verheiratet sein muss – ich habe gefragt , ob es afghanische Eltern gibt, die eine solche Eheschließung für ihre Kinder als Integrationsförderungsmittel befürworten bzw. unter diesem Gesichtspunkt in Erwägung ziehen. Aber scheinbar tun das ja nichtmal ihre Kinder :-P.

Wieso geht eine derartige Eheschließung “zu weit”, Temoryanjan ? Zu weit in welche Richtung und mit welchen von Dir befürchteten Folgen ?

Temoryan
Temoryan 4 years ago

wegen unsere super arische Rasse ;-) wir wollen doch unsere Rasse nicht vermischen lollllll

Temoryan
Temoryan 4 years ago

Also die Folgen sind:

1. Kulturunterschiede führen zum Problem

2. Religionsfrage welche Religion sollen die Kinder haben christ oder muslim?

3. Keine afghanische Traditionen mehr praktizierbar

4. Verlust an eigene Background, Kultur, Tradition, Sprache von den kindern

5. unsere Sprache Dari/Pashtu geht für immer dann verloren

6. Bruch mit der Familien, weil die Kinder das nicht mehr mitkriegen was Familienbindung bedeutet. Da die Deutschen nicht viel Wert auf Familiezusammenhalt legen.

und und und …................

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Temoryanjan,

in Teilen hast Du sicher Recht mit den von Dir befürchteten Folgen einer Mischehe.

Insbesondere resultiert daraus eine größere Abstimmungs- und Erklärungsnotwendigkeit , um von seinem Ehepartner in seiner “Strickart” verstanden werden zu können. Das betrifft dann auch relative banale Aspekte, in denen sich Ehepartner identischer kultureller Herkunft sozusagen “blind” verstehen. 

Und auch die eigenen Sprachnkenntnisse sind mit einem Nichtafghanen natürlich weitaus schieriger zu pflegen als mit Landsleuten. Für meine Begriffe lässt sich in fast allen von Dir als Befürchtung genannten Punkten viel entkräften bzw. als Gefahr gar nicht erst aufkommen, wenn beiderseits Aufgeschlossenheit und liebevoller Respekt für das “Anderssein” des Ehepartners besteht.  Sobald man jedoch versucht, sich den anderen nach seiner Strickart anzupassen, wird man allerdings scheitern und m.E. wäre das auch eine ungerechtfertigte Erwartungshaltung.

Im Punkt “Religion” möchte ich mal anfragen (wenn nicht vorher schon einem die Konversion des anderen gelungen ist ;-) ), was Eltern unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit daran hindern sollte, ihren Kindern beide zu vermitteln und es dem Kind zu überlassen, welcher Richtung es sich anschließen möchte bzw. was dagegen spricht, nicht nur eine Religion in seinem Herzen zu tragen ?! 

Zum Punkt “FAmilienzusammenhalt”, der bei Afghanen angeblich stärker ist als bei Deutschen: generell würde ich sagen, dass echter Familienzusammenhalt nur dann existiert, wenn alle daran mitwirken. Ich kenne niemanden Deutsches, der etwas gegen einen liebevollen und aufrichtigen Familienzusammenhalt und gegenseitige Unterstützung etwas einzuwenden hätte. Nur, das müssen ja alle Familienmitglieder gleichermaßen wollen und dafür einsatzbereit sein.

Meinst Du eigentlich diese Form von Familienzusammenhalt oder eher den vorbehaltlosen, liebevollen Respekt der jüngeren Familienmitgliedern den älteren und ihren Eltern gegenüber ?

Aus Deinen Befürchtungen lese ich die Angst vor Verlust/Beschädigung der eigenen kulturellen Identität heraus ?

Möchten Afghanen in Deutschland sich generell davor schützen ? Welche Instrumente wenden sie denn dafür an und in welchen Bereichen ergeben sich daraus Hindernisse für eine Integration ? Hat schon mal ein Afghane einen Art “Kulturverein” zur bewussten Pflege der Sprache, Sitten und Gebräuche geründet ? Gibt es Literaturzirkel, in denen Bücherfans sich über persische/orientalische Autoren austauschen ?

Wäre jemand von Euch daran interessiert, so etwas in seinem Umfeld ins Leben zu rufen ? An der Schule miener Kinder wird als Wahlpflichtfach “Dari“ jetzt übrigens für Kinder persischer Herkunft von einer muttersprachlichen Lehrerin angeboten.

Gibt es so etwas an Euren Schulen auch ?

Temoryan
Temoryan 4 years ago

Im Punkt “Religion” möchte ich mal anfragen (wenn nicht vorher schon einem die Konversion des anderen gelungen ist ;-) ), was Eltern unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit daran hindern sollte, ihren Kindern beide zu vermitteln und es dem Kind zu überlassen, welcher Richtung es sich anschließen möchte bzw. was dagegen spricht, nicht nur eine Religion in seinem Herzen zu tragen ?!

Ich als Muslim möchte ich natürlich das meine Nachkommen auch Muslim sind und nicht Christ oder sonst was! Ich bin ein überzeugte Muslim und wie kann ich das veranlassen, dass meine Kinder Christ werden!!!

Meinst Du eigentlich diese Form von Familienzusammenhalt oder eher den vorbehaltlosen, liebevollen Respekt der jüngeren Familienmitgliedern den älteren und ihren Eltern gegenüber ?

Natürlich gibt es auch Deutsche Familien die sehr starke Familienzusammenhalt haben, aber solche Familien findet man selten. Bei uns Muslime egal welche Herkunft kannst du dich auf die Familie verlassen.
Auch das Thema Respekt in der Familie unterscheidet sich sehr zwischen uns und die Deutschen.

Aus Deinen Befürchtungen lese ich die Angst vor Verlust/Beschädigung der eigenen kulturellen Identität heraus ?

Angst haben die schwachen. Wenn man von sich und seien Herkunft bewußt ist dann hat man keine Angst.
Ich bin 100% sicher je mehr man über sich selbst, seine Herkunft, geschichtliche Hintergründe, Familienzugehörigkeit weißt desto besser kann er sich in der D-Gesellschaft integrieren.

Natürlich gibt es auch hier in München Afghanische Kulturverein und afghanische Moscheen, die zum Informationsaustasch dienen.

Wie du schon weißt, wie die Afghanen sind eien sehr sehr kleine Minderheit in Bayern. Daher solche Wahlfächer in der Schule kommt nie in Frage ;) du weißt doch wie die CSU ist ;))


Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

In welchen Bereichen der bundesdeutschen Gesellschaft fühlt Ihr Euch eigentlich integriert ? In welche wollt Ihr integriert sein und zu welchen möchtet Ihr (Sicherheits-?)Abstand behalten, weil es der eigenen kulturellen Identität zuwiderliefe ?

Temoryan
Temoryan 4 years ago

das kann man nicht so allgemein sagen. Es ist individuell unterschiedlich.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Mich freut schon, wenn jede/r hier nur für sich spricht ;-)

AliGee
AliGee 4 years ago

integrieren?
http://www.youtube.com/watch?v=lllr32BWXGs

BaIu
BaIu 4 years ago

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BaIu
BaIu 4 years ago

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

@deutschjan

Klingt sehr bizarr….Sprachkenntnisse benutzt man dafür, damit sein sozialen Kontakte  auszuweiten kann und das setzt du gleich mit einer Eheschließung zusammen?

 

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Ilyazjan,

ich will es nicht gleichsetzen, sondern von Euch wissen, welche Mittel und Wege Ihr nutzt oder nicht, um in einem Land, dass keine gezielte Integrationspolitik für Migranten betreibt, klarzukommen udn das für Euch sinnvoll erscheinende Maß an Akzeptanz zu erreichen.

Ich habe Dich ja schon verstanden, dass für Dich eine Eheschließung mit einer EInheimischen nicht in Frage kommt. Gleichwohl gibt es Migranten, für die eine Eheschließung ein sehr probates Mittel ist, um hier einfacher und schneller Fuß fassen zu können (Stichwort: Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis, Jobsuche). Ok, manche betreiben nur eine Scheinehe, aber letztlich ist auch eine Eheschließung mit einem Einheimischen eine mögliche Integrationsmethode.

Für Dich erscheint sie “bizarr” – meinetwegen. Dann ist es für Dch so udn für mich akzeptabel, dass es für Dich (und andere Deiner Landsleute) so ist.

Was hat Dir denn für Deine Integration in Deutschland geholfen ? Wie weit fühlst Du Dich überhaupt integriert ?  

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

@duetschjan, bin jetzt müde….ich werde deine Frage morgen beantworten.

Ilyaz
Ilyaz 4 years ago

Meine Integration hat mir insofern geholfen, dass ich in Punkten Bildung & Arbeit mich sehr schnell zu Recht gefunden habe.In der Schule lernt man die westliche Kultur kennen und die moralische Werte des Westens kennen, was nicht heißen soll, dass man sie annehmen soll-nur man erkennt sie und versteht, wie westliche Gesellschaften  leben und wie sie funktionieren.

Ich glaube, Afghanen,  die ein gesundes Gewissen haben, können sich problemlos integrieren.Es liegt an uns, ob wir die Offenheit, Ehrlichkeit, Disziplin…etc. und gewissenhaftes Handeln dieser Kultur in der Menge, die für uns zum Teil gesund vorkommt,  aufnehmen bzw. annehmen oder nicht.

Leider definieren  unsere afghanischen Landsleute oft das demokratische Leben im Westen falsch bzw. praktiziere sie  nicht in der Form, in der es eigentlich sein müsste, d.h. wir  eignen uns unsere  „Azaadi“  in negativer Hinsicht schneller….die Punkte, die ich meine, kann sich sicherlich jeder selbst ausdenken.

Das hat nichts mit Integration zu tun, denn jedes Individuum muss sich selbst darüber im Klaren sein, wo die Grenzen jeder Handlung liegen und wo bereits eine unkluge Tat beginnt, außerdem muss es nicht sein , dass ein Afghane, der  in Deutschland  geboren ist bzw. aufgewachsen ist, sich der westlichen Welt hingezogen fühlen- es reicht schon, wenn man die Ideologie versteht und das „erntet“, was einem weiterbringt, doch da scheitet meistens die Integration und der  Grund meistens: mangelnde Sprachkenntnisse.

 Integration ist  ein Prozess, bei dem beide Seiten gefordert sind,-ist sie zum Scheitern verurteilt, besteht die Gefahr, dass sich in unseren Großstädten Parallelstrukturen verfestigen bzw. Parallelgesellschaften sich bilden.

Theoretisch gesehen hat  Integration nur Vorteile, da sie die Nachteile von Einwanderungen korrigiert und somit eine Parallelgesellschaft nicht existieren kann, leider ist das nicht immer der Fall.

Deutsch68
Deutsch68 4 years ago

Ilyazjan,

vielen Dank für Deine Antwort. Meinst Du mit “gesundes Gewissen” in etwa das Gleiche, wie Temoryanjan, wenn er als Grundvoraussetzung für seine eigene Integrationsfähigkeit ein fundiertses Selbstbewusstsein ansieht, also genügend Wissen über seine kuturellen Wurzeln hat ?

In wieweit hilft einem ein gefestigtes afghanisches Identitätsgefühl bei der Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft bzw. wovor könnte es einen bewahren ?

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